Politik

Wegen Gerhard Schröders Putin-Treue: Joschka Fischer geht auf seinen Altkanzler los!

Wegen Gerhard Schröders Putin-Treue: Joschka Fischer geht auf seinen Altkanzler los!
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Ende einer Männerfreundschaft? Ex-Außenminister Josef „Joschka“ Fischer (78, Grüne) hat bei Sandra Maischberger (59) seinem Ex-Chef, Altbundeskanzler Gerhard Schröder (80, SPD), überraschend deutlich die Leviten gelesen. Anlass: „Gas-Gerd“ Schröders umstrittene Moskau-Reise zu seinem Freund und langjährigem Geschäftspartner, Kriegstreiber Wladimir Putin (73).

„Mit Putin reden? Worüber?“

Die nur notdürftig in Diplomatie verpackte Kritik Fischers offenbarte jetzt den tiefen Riss zwischen den Politikern, die Schröder einst als „Koch und Kellner“ seiner rotgrünen Bundesregierung sah. „Mit Putin reden?“, fragte Fischer jetzt Maischberger. „Worüber? Er ist der Meinung, das ist erstens kein Krieg, sondern eine militärische Spezialoperation, und zweitens hat er Ziele, von denen er nicht abrückt. Also worüber wollen Sie mit ihm reden?“

Die kritische Analyse des Ex-Außenministers traf den Kern des Konflikts: „Durch den Rückzug der USA aus der Ukraine-Unterstützung liegt die Hauptlast bei den Europäern, also sie spielen heute schon eine zentrale Rolle“, stellte Fischer fest. „Das ist gut, das ist richtig, das ist wichtig.“ Aber: „Es ist leicht gesagt, mit Putin reden! Da wäre ich sehr dafür. Selbstverständlich sollte das Europa an federführender Stelle machen. Aber will er reden? Will er doch nicht!“

„Mit Gerhard Schröder möchte er reden“, wandte Maischberger ein. Fischers spöttische Antwort: „Das kann er. Er war ja jetzt gerade in Moskau. Ich nehme an, die haben sich nicht angeschwiegen, die werden schon miteinander geplaudert haben.“ Maischberger setzte nach: „Was erwarten Sie von so einem Gespräch?“ Doch Fischer machte es nun extrem kurz: „Nichts!“

„Ich teile seine Auffassung überhaupt nicht“

Maischberger versuchte es noch einmal: „Sie kennen ihn ja gut, diesen Gerhard Schröder.“ Doch Fischer blockte ab: „Sie werden mich nicht dazu bringen, dazu eine Äußerung hier zu tätigen“, erwiderte er. „Ich habe mit Schröder sieben Jahre eng, vertrauensvoll, gut zusammengearbeitet, und ich bin niemand, der nachtritt.“

Dann aber kritisierte er seinen Ex-Chef doch noch, und zwar deutlich: „Ich teile seine Auffassung überhaupt nicht. Den Weg, den er eingeschlagen hat, halte ich für nicht nachvollziehbar. Aber das war es.“ Maischberger bohrte trotzdem nach: „Also als Vermittler kommt er nicht in Frage für Sie.“ Fischer winkte ab: „Sie brauchen zur Vermittlung jemanden, der auf beiden Seiten akzeptiert wird.“

Vielleicht verpasst