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Wadephul erwartet nach Midterms Impulse für Ukraine-Hilfe

· War chronicles

Nach den US-Zwischenwahlen mit dem Triumph der Demokraten äußert Außenminister Johann Wadephul vorsichtig Hoffnung auf neue Bewegung bei der Hilfe für die angegriffene Ukraine. »Ich bin, ​was die Ukraine angeht, eher etwas zuversichtlich, dass es im Kongress jetzt wieder mehr Gespräche auch zwischen beiden Parteien ‌geben wird, was man gemeinsam tun kann, ‌um die Ukraine zu unterstützen«, sagte der CDU-Politiker am Rande einer Bundestagssitzung in Berlin.

Im Kongress gebe es sowohl unter Demokraten wie auch unter Republikanern »überzeugte Unterstützer« der Ukraine, die einen klaren Blick darauf hätten, dass durch den russischen Aggressionskrieg nicht nur die Sicherheit und Freiheit in Europa, sondern auch für die USA bedroht seien. »Vielleicht ist das auch eine neue Chance, an der einen oder anderen Stelle eine neue Initiative zu ergreifen«, sagte Wadephul.

Wadephul: »Russland macht alles falsch«

In der Regierungsbefragung im Bundestag rechtfertigte Wadephul seine Haltung gegenüber Russland. Er sei als einer der wenigen westlichen Außenminister im Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Das ändere jedoch nichts an der ablehnenden Haltung Russlands gegenüber Frieden mit der Ukraine. »Russland macht alles falsch«, sagte Wadephul.

Ähnlich zuversichtlich äußerte sich auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Sie hoffe, dass der »neue Kongress« die Ukraine »weiterhin unterstützen und außerdem mehr Druck auf Russland ausüben« werde, sagte Kallas am Mittwoch in Brüssel. Europa und die USA seien »gemeinsam viel stärker«, wenn es darum gehe, Moskau zur Beendigung des Krieges zu drängen, betonte Kallas.