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VfB Stuttgart gegen Werder Bremen: Es geht um ein „Ü“ Der kurioseste Streit der Bundesliga

VfB Stuttgart gegen Werder Bremen: Es geht um ein „Ü“ Der kurioseste Streit der Bundesliga
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Stuttgart/Bremen – Im November geht es beim VfB Stuttgart und Werder Bremen in der Bundesliga um drei Punkte. Schon heute streiten sie sich um zwei Punkte. Es geht unter anderem um den Buchstaben „Ü“.

Der Hintergrund: Vergangenen September gestaltete der VfB seine Marken- und Designsprache neu, entwickelte dafür mit der Agentur „Societas“ sogar eine eigene Schrift. Am Donnerstag zog Werder nach und veröffentlichte in Zusammenarbeit mit derselben Agentur ebenfalls ein neues Corporate Design. Darunter eine neue Farbpalette mit Farben wie „Werder Weiß“, „Wesernebel Grau“ oder „Weserlicht Grün“. Auch eine neue Schriftart wurde präsentiert: Bruckmeyer Neue, benannt nach dem Grafiker Günther Bruckmeyer, der 1924 das erste „Werder-W“ entwarf.

Zwei Klubs, zwei unterschiedliche Markendesigns – oder doch nicht? Auf der Plattform X warfen einige Nutzer Bremen vor, das Design des VfB geklaut zu haben. Größtes Indiz ist dabei die Ähnlichkeit des Buchstabens „Ü“, bei dem die Ü-Punkte nicht oben drüber, sondern innerhalb des U-Hakens platziert sind. Auch die Muster-Social-Media-Grafiken und der Einsatz des Gründungsjahres in manchen Grafiken weisen Ähnlichkeiten auf.

Der VfB Stuttgart sagt gegenüber BILD: „Offenbar ist unser Markenbild ja überzeugend.“ Hinter den Kulissen sind die VfB-Verantwortlichen allerdings nicht ganz so entspannt. Dass die Münchner Agentur offenbar auch in gemeinsamen Workshops entstandene Ansätze und Elemente bis hin zu Formulierungen in der Pressemitteilung wiederverwertet hat, sorgt in Bad Cannstatt für Irritationen. Stuttgart hat seinen Unmut darüber nach BILD-Informationen sowohl bei der Agentur als auch bei Werder hinterlegt. Dazu prüft der VfB aktuell juristische Schritte.

Auch in Bremen nimmt man die Aufregung wahr, allerdings mit einer gelasseneren Haltung. Dennoch findet nach BILD-Informationen am Montag ein klärendes Gespräch zwischen Werder und der Agentur statt. Werder-CEO Klaus Filbry (59) sagte: „Grundsätzlich sehen wir in unserem neuen Markenauftritt eine hohe Individualität. Dennoch haben wir die Hinweise wahrgenommen und werden uns in der kommenden Woche mit der Agentur zusammensetzen, um uns ein umfassendes Bild zu verschaffen.“

Die Agentur „Societas“ äußerte sich auf BILD-Anfrage: „Jeder Markenauftritt, den wir kreieren, entsteht eigenständig aus der Identität des jeweiligen Clubs. Dies ist auch in diesem Fall so geschehen und zeigt sich in der Individualität der beiden Designs. Den Vorwurf, Arbeitsergebnisse aus einem Projekt für ein anderes wiederverwendet zu haben, weisen wir klar zurück. Wir befinden uns hierzu im engen und vertrauensvollen Austausch mit unseren Partnern.“

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