Politik

Trump mit Wahl-Warnung an alle Gegner: „Wir werden sie nicht gewinnen lassen“

Trump mit Wahl-Warnung an alle Gegner: „Wir werden sie nicht gewinnen lassen“
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Mount Rushmore (US-Bundesstaat South Dakota) – Mit einer brisanten Rede vor der weltberühmten Kulisse des Mount Rushmore hat der amerikanische Präsident Donald Trump die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten eröffnet. Vor vielen hundert ausgewählten Zuschauern am Nationaldenkmal im Bundesstaat South Dakota beschwor der Republikaner den amerikanischen Geist und stimmte das Land auf den Unabhängigkeitstag ein. Nach Einbruch der Dunkelheit (kurz vor 5 Uhr deutscher Zeit) landete der Präsidentenhelikopter „Marine One“ unter großem Jubel an der Bergkulisse. BILD war vor Ort.

Mit seiner Rede ließ Trump die Sorgen um die Demokratie in den USA noch einmal stärker werden. Er erklärte kurzerhand: „Der Kommunismus ist eine tödliche Gefahr für die amerikanische Freiheit“ – nur wen meint er damit? Trump weiter: „Was die letzte Regierung uns angetan hat, werden wir nie vergessen.“ Vermischt Trump hier absichtlich die Rolle von Kommunisten und der Demokratischen Partei in den USA? 

„Wir werden sie nicht gewinnen lassen“

Er warnte eindringlich: „Wir werden sie nicht gewinnen lassen, sie haben keine Chance!“ Im November stehen in den USA Zwischenwahlen an – und die Demokraten liegen in vielen Umfragen haushoch vorn. Trump lässt bewusst sein Amt, die Republikanische Partei und den amerikanischen Staat miteinander verschmelzen. Nach dem Motto: Bist du gegen mich, bist du gegen die USA. Und er betonte auch: „Du bist ein Kommunist oder ein Patriot. Du kannst nicht beides sein.“

„Tausende von Jahren“ habe der Kommunismus die Welt bedroht (Karl Marx schrieb sein Manifest erst 1848). Doch Trumps Warnung galt eher allen politischen Gegnern. „Sie attackieren unsere Zukunft. Wir werden das nicht passieren lassen. Wir werden sie sehr schnell wegschicken, ins Exil. Die USA werden nie ein kommunistisches Land sein“, so der US-Präsident.

„Freedom 250“ begeistert die Trump-Anhänger

Die Veranstalter der Organisation „Freedom 250“ hatten den Besuchern eine „Feier der amerikanischen Geschichte, Kultur und des Patriotismus“ versprochen – und setzten dabei ganz auf nationale Symbolik rund um das berühmte Denkmal. Auch beim 80. Geburtstag des Präsidenten im Weißen Haus wurde „Freedom 250“ zum Schlagwort für die gemeinsame Feier der USA und des US-Präsidenten.

Trump-Schatten auf dem Mount Rushmore

In den Granitfelsen des Mount Rushmore sind die Gesichter von vier amerikanischen Präsidenten verewigt: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Donald Trump selbst gehört bislang nicht zu den Staatsoberhäuptern, die auf dem weltbekannten Monument zu sehen sind.

Zum Abschluss des Abends erleuchtete ein großes Feuerwerk den Himmel über dem Monument. Jets der U.S. Air Force flogen über das Gelände und sorgten für eine spektakuläre Kulisse. Und Trump setzte endlich um, was er sich seit Jahren öffentlich wünscht: Er ließ einen Schatten seines Gesichtsprofils neben die vier legendären US-Präsidenten projizieren.

Ureinwohner protestieren gegen Trump-Show

Das Rushmore-Monument ist seit Jahrzehnten umstritten. Viele indigene Lakota betrachten die „Black Hills“, von denen das Monument umgeben ist, als heiliges Land und kritisieren, dass das Präsidentendenkmal auf ihrem angestammten Gebiet errichtet wurde.

Der National Park Service hatte deshalb ein Gebiet für Demonstranten ausgewiesen. Ein von den Ureinwohnern angeführter Protest führte während der Veranstaltung im Jahr 2020 zu körperlichen Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften, die mit der Verhaftung von Demonstranten endeten.

Vielleicht verpasst