Washington/Teheran – Kommt nach den US-Zwischenwahlen am Dienstag der nächste Angriff auf den Iran? US-Präsident Donald Trump (80) hat mögliche neue Ziele ins Spiel gebracht – und zieht eine riesige Armada zusammen, die innerhalb weniger Tage losschlagen könnte. Die Antwort der Teheraner Mullahs kommt prompt: Ein neuer Krieg werde länger dauern als der bisherige.
Trumps Konter: „Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen“, sagte er.
Ziel: die Atomanlage unter dem „Spitzhacken-Berg“
Konkret nannte Trump den iranischen Berg Kolang, besser bekannt als „Pickaxe Mountain“. Darunter wird ein Atomkomplex vermutet. „Man könnte sich wahrscheinlich den Pickaxe Mountain ansehen, und darum muss man sich kümmern“, so Trump.
Der Berg liegt in der Provinz Isfahan, rund 200 Kilometer südlich von Teheran, nahe der Atomanlage Natans. Die iranische Regierung bestreitet, dass dort an einem Atomprogramm gearbeitet wird. Eilig haben es die USA laut Trump nicht. Die Gespräche über ein Ende des Krieges liefen „gut“. Die Iraner seien allerdings „nicht sehr zuverlässig“. Außenminister Marco Rubio erklärte, der Präsident habe über neue Angriffe noch nicht entschieden. Die USA seien offen für eine diplomatische Lösung.
Vier Tage von Befehl bis Angriff auf den Iran
Gleichzeitig machen die USA mobil. Trump zieht im Arabischen Meer eine riesige Flotte zusammen: drei Flugzeugträger, 17 Kriegsschiffe, mehr als 20.000 Soldaten. Die Truppen stehen bereit, binnen 96 Stunden nach einem Befehl des Präsidenten anzugreifen. Nach den Zwischenwahlen am kommenden Dienstag könnte der Befehl Trumps zum Angriff jederzeit kommen.
Teheran droht mit Vergeltung
Die Antwort aus Teheran fällt drastisch aus. Schon am Samstag hatte Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei vor führenden Militärkommandanten klare Worte gefunden: „Auf jede Art von Bedrohung muss eine sofortige, wirkungsvolle und geografisch uneingeschränkte Antwort folgen.“
Am Sonntag legte die Armee nach. Sprecher Mohammed Akraminia warnte im Staatsfernsehen: „Ein möglicher künftiger Krieg könnte länger dauern als der vorherige Konflikt.“ Trump sei zudem „nicht in der Lage, den Zeitpunkt oder die Bedingungen seines Endes zu diktieren“.