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Tragödie bei Kinderfest: Mädchen (3) in Hüpfburg weggeweht – tot

Tragödie bei Kinderfest: Mädchen (3) in Hüpfburg weggeweht – tot
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Montreal (Kanada) – Wo gerade noch das Lachen der Kinder zu hören war, ertönten plötzlich Schreie. Ein heftiger Sturm hat eine Hüpfburg im kanadischen Montreal in die Luft gerissen – mitsamt den spielenden Jungen und Mädchen darin! Eine Dreijährige kam dabei ums Leben.

Zehn weitere Kinder sind bei der Tragödie im Stadtpark Ouellette teils schwer verletzt worden. Am Mittwoch versammelten sich Hunderte Menschen aus der Gemeinde am Unglücksort, um zusammen mit der Familie Abschied von der kleinen Ava Campini (3) zu nehmen.

„Flog so hoch wie ein Haus, mindestens 12 Meter“

Erstmals sprachen dabei Augenzeugen und der Vater des verstorbenen Mädchens öffentlich über den schrecklichen Unfall vor zwei Wochen. Die Eltern Luca und Arielle Campini hatten mit ihrer Tochter und Baby Milan ein Kirchenfest besucht, als das Unwetter aufzog.

„Wir standen gerade beim Kinderschminken an. Es fing an zu regnen, dann kam der Wind“, erinnert sich einer der Besucher in der „Montreal Gazette“. Zunächst seien Stühle und Tische davon erfasst worden. Menschen hätten sich schutzsuchend auf den Boden gelegt und die Hände über den Kopf gehalten. „Auf einmal sah ich einen riesigen Würfel durch die Luft fliegen, etwa so hoch wie ein Haus, mindestens zwölf Meter.“ Es war die voll besetzte, bunte Hüpfburg.

Sturm fegte mit 80 km/h über das Kinderfest

Laut Behörden fegte der Sturm mit etwa 80 km/h über die Wiese und riss alles mit sich, was nicht fest genug im Boden verankert war. Ava überlebte zunächst, starb jedoch wenig später im Krankenhaus. „Es fühlt sich immer noch unwirklich an. Wir warten darauf, dass sie zurückkommt“, sagte Papa Luca kopfschüttelnd. Über die Sicherheitsvorkehrungen an der aufblasbaren Burg habe er bislang nicht nachdenken können, der Schmerz sei zu überwältigend.

Die Organe von Ava sollen nun anderen Kindern das Leben retten, wie die Familie bekanntgab. Bei einem Spendenaufruf von Freunden sind bereits umgerechnet 400.000 Euro zusammengekommen. Im Park ist mittlerweile eine Gedenkstätte entstanden: Ein riesiger Berg an Blumen, Stofftieren und Luftballons erinnert an das tote Mädchen.

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