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Satelliten für Bundeswehr: CSU will eine Weltraumflotte aufbauen

Satelliten für Bundeswehr: CSU will eine Weltraumflotte aufbauen
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Bad Staffelstein – Deutschland soll eine „Space Force“ bekommen wie die USA. Die CSU fordert eine „nationale Weltraumflotte“ zur Verteidigung. „Deutschland muss insgesamt eine größere Raumfahrtnation werden“, sagte CSU-Vorsitzender Markus Söder im bayerischen Bad Staffelstein, wo sich die Bundestagsabgeordneten der Partei zu einer Klausur im Kloster Banz treffen.

Europa und Deutschland lägen auf diesem Gebiet noch weit zurück, stellte Söder fest. „Wenn man sieht, wie viele ESA-Starts es gibt pro Jahr – drei, vier, fünf, wenn es gut läuft – und wenn man sieht, wie viele SpaceX-Starts es gibt, zum Teil über 100, dann sieht man, wie groß die Herausforderungen sind.“

Die Entwicklung der Raumfahrt sei wichtig für zivile Firmen – und für die Bundeswehr, erklärte Söder. „Es geht bei Raumfahrt nicht nur darum, einen Kindheitstraum zu erfüllen, den viele haben, wie ich.“ Es sei enorm wichtig, „dass wir für den zivilen Bereich und für die Bundeswehr die Raumfahrt stärken.“

Satelliten sollen Nato-Verteidigung stützen

Konkret fordert die CSU in ihrem Resolutionspapier, das BILD vorliegt: „Mit der Bundeswehr wollen wir eine Weltall-Flotte mit mehr als 1000 Satelliten für sichere Kommunikation für vernetzte Informationen, Aufklärung und ein hochpräzises Lagebild durch den Einsatz etwa durch Radarsatelliten und Spezialkameras bauen.“

Für die CSU steht fest: „So kann Deutschland maßgeblich die kollektive Verteidigung im Nato- und EU-Verbund stärken und technologischer Pionier bei der militärischen Absicherung des Weltraums werden. Denn Sicherheitspolitik findet immer mehr auch im Orbit statt.“ Die Bundeswehr arbeitet bereits an Plänen für deutsche Satelliten im Weltraum. Die CSU will dafür in Forschung investieren und nationales Raumfahrtgesetz verabschieden.

Hochwertige Medikamente kommen aus dem Weltall

Nicht nur für Verteidigung sei der Weltraum wichtig, erklärt die CSU. Auch die Medizin kann davon profitieren. „Wir wollen durch die Herstellung von Arzneimitteln im Weltraum schaffen, was auf der Erde nicht möglich ist. Im All können reinere und wirksamere Stoffe hergestellt werden“, erklärt die CSU in ihrem Papier. Warum? Die unterschiedliche Physik schafft andere Möglichkeiten. Denn: Auf der Erde erschwert die Schwerkraft die Herstellung von hochwertigen Produkten. Flüssigkeitsbewegungen und das Absetzen von Partikeln stören Prozesse. Als Experten für die zivile Nutzung des Weltraums hat die CSU den deutschen ISS-Astronauten Alexander Gerst eingeladen.

Eindeutiges Ziel für das 1000-Satelliten-Programm: „Der Staat muss als verlässlicher Auftraggeber dahinterstehen, nicht nur als Förderer.“

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