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Ärger für Laden in Toronto: FIFA verbietet Verkauf von WM-Wasserpfeife

Ärger für Laden in Toronto: FIFA verbietet Verkauf von WM-Wasserpfeife
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Toronto (Kanada) – Die WM kann man in der Pfeife rauchen? Das will die FIFA natürlich verhindern! Es sollte ein Spaß zur Weltmeisterschaft in Kanada sein: Ein kleiner Laden in Toronto bot Wasserpfeifen im Design des WM-Pokals an. Doch da haben die Ladenbesitzer die Rechnung ohne den Fußball-Weltverband gemacht ...

Der Cannabisladen „Cosmic Charlies“ liegt im Süden von Toronto, wo das Team von Julian Nagelsmann (38) am Samstag die Elfenbeinküste besiegte. Der Verkauf von Marihuana ist in Kanada legal, ab 19 Jahren darf man bis zu 30 Gramm mit sich führen. „Unser Laden ist nicht weit vom Stadion entfernt. Wir dachten deshalb, es wäre cool, das zu verkaufen“, sagt Charlie Kady (34), der das Geschäft seit fünf Jahren mit seinem Bruder führt. Sie sind selbst Fußballfans, unterstützen neben Kanada familiär bedingt auch Spanien und Argentinien. „Alkohol und Sport sind so nah beieinander, und da dachten wir: Mit Cannabis klappt das auch.“

Die Wasserpfeife war nur vier Tage im Sortiment

Am 8. Juni nahm der Laden die WM-Pokal-Wasserpfeife ins Sortiment auf, warb auch im Onlineshop dafür: 49,99 kanadische Dollar (30,83 Euro), made in China. Zwei Exemplare hatte Kady angeschafft, eins wurde gleich verkauft. Nur vier Tage später kam Post von einer kanadischen Anwaltskanzlei. Betreff: „Verletzung der geistigen Eigentumsrechte“.

In dem fünfseitigen Schreiben heißt es: „Die FIFA-Marken sind wesentliche Symbole für das Wohlwollen und den guten Ruf, die die FIFA im Zusammenhang mit ihren bekannten fußballbezogenen Waren und Dienstleistungen aufgebaut hat.“ Und weiter: „Unserem Mandanten ist bekannt geworden, dass Sie Produkte, die die FIFA-Marken (...) ohne Genehmigung, Zustimmung oder Lizenz der FIFA bewerben, zum Verkauf anbieten und/oder verkaufen.“ Die Brüder wurden aufgefordert, den Verkauf umgehend zu unterlassen.

WM-Bong liegt jetzt in Scherben

„Mein Bruder hat die Bong daraufhin mit einem Hammer zerstört“, sagt Kady. „Ich wollte sie eigentlich noch ausprobieren und dann erst kaputtmachen, aber meine Frau meinte: ‚Besser nicht‘.“ Jetzt hoffen die Ladenbesitzer, dass die Sache damit erledigt ist – und sie nicht doch noch eine Geldstrafe erwartet. Der 34-Jährige zu BILD: „Es ist ein bisschen übertrieben. Wir sind nur ein kleiner Laden. Wir dachten nicht, dass das so ein großes Ding ist.“

Die FIFA reagierte auf eine BILD-Anfrage zum Wasserpfeifenverbot nicht.

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