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Petra Köpping: „Die Spielplatzabsperrung war bescheuert“

Petra Köpping: „Die Spielplatzabsperrung war bescheuert“
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Dresden – Sachsens Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Petra Köpping (68, SPD) zu Gast im gemeinsamen Podcast von BILD und Sachsen-Fernsehen. Die SPD-Politikerin, die auch eine von fünf stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Sozis ist, findet klare Worte zu Corona, schwärmt für Manuela Schwesig (52) und spricht über ihren möglichen Abschied 2029.

Sie war eines der Gesichter der Corona-Politik in Sachsen. Und heute findet Petra Köpping (68) manche Entscheidungen von damals ziemlich daneben. „Diese Spielplatzabsperrung, das war zwar nicht lange, aber das war bescheuert“, sagt Sachsens Sozialministerin im Politik-Podcast von BILD Sachsen und Sachsen Fernsehen.

Im Gespräch mit BILD-Landeskorrespondent Michael Deutschmann (56) blickt Köpping auf die Pandemie zurück. Sie fordert eine gründliche Aufarbeitung durch eine Enquete-Kommission. Auch den Vorwurf, sie habe Menschen in die Psychiatrie sperren wollen, weist sie entschieden zurück: „Das ist wirklich Unsinn.“ Ihr Ministerium habe lediglich Räume in Landeskrankenhäusern als mögliche Unterbringung für Menschen angeboten, die nach richterlichem Beschluss in Quarantäne mussten. Eine solche Unterbringung sei aber nie umgesetzt worden.

Köpping verteidigt zugleich die damaligen Entscheidungen: Sachsen habe mehr als 18.000 Corona-Tote zu beklagen gehabt. Bei den Schulschließungen seien dem Land durch bundesgesetzliche Vorgaben teilweise die Hände gebunden gewesen. Rückblickend hätte sie sich mehr Entscheidungsspielraum für die Länder gewünscht.

Schwärmen für Schwesig

Auch über die kriselnde SPD spricht die stellvertretende Bundesvorsitzende. Besonders deutlich wird sie bei Manuela Schwesig: „Ich bin absoluter Manuela-Schwesig-Fan.“ Die Ministerpräsidentin aus Mecklenburg-Vorpommern benenne die Probleme, die den Menschen auf der Seele brennen, und gebe der SPD ein erkennbares Profil. Köpping könnte sich Schwesig auch an der Spitze der Bundes-SPD vorstellen – und sagt offen: „Ich wäre ein großer Fan davon.“

Abschied 2029? Vielleicht doch nicht!

Und wie lange will Köpping selbst noch Politik machen? Zunächst klingt es nach einem klaren Plan: 2029 soll Schluss sein. „Ich will aufhören“, sagt sie mit Blick auf ihr Alter und eigene Ziele jenseits der Politik. Doch auf die Nachfrage, ob sie sich wirklich festlegen wolle, folgt die Relativierung: „Festlegen kann man sich nie.“ Einen konkreten Ruhestandsplan habe sie ohnehin noch nicht. Der Kampfgeist scheint also noch nicht ganz im Feierabend angekommen zu sein.

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