Düsseldorf – Die größten Olympischen Spiele aller Zeiten zwischen Rhein und Ruhr – die Staatskanzlei in NRW enthüllt jetzt gigantische Pläne, die das möglich machen können. Ministerpräsident Hendrik Wüst will einen Weltrekord mit Fans. Möglich wird das auch durch Schalke und den BVB.
Die Bewerbung „KölnRheinRuhr“ für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 hat ihre Planungen noch einmal ausgeweitet. Nach neuen Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) könnten für die Spiele insgesamt 17,6 Millionen Tickets angeboten werden. Das wären 3,6 Millionen mehr als bisher geplant und mehr als bei allen bisherigen Olympischen Spielen.
Mehr Tickets als bei Olympia in Los Angeles und Paris
Zum Vergleich: Für Los Angeles 2028 sind derzeit rund 14 Millionen Tickets vorgesehen, in Paris 2024 waren es 12,8 Millionen. Wüst spricht deshalb von einem „Weltrekord“.
Stadien auf Schalke und in Dortmund machen's möglich
Möglich werden die Rekordzahlen durch Großveranstaltungen in bestehenden Arenen und Stadien. So sollen die Schwimm-Wettbewerbe auf Schalke vor bis zu 60.000 Zuschauern stattfinden. Die Fußball-Endspiele sind im Dortmunder Signal-Iduna-Park vor rund 70.000 Fans geplant. Für Handball, Basketball und Volleyball sollen Hallen und Stadien in Düsseldorf genutzt werden. Wohl in keinem anderen Land sind so viele große Stadien auf so kleiner Fläche zu finden.
Auch das Olympische Dorf in Köln wurde nach den Planungen vergrößert. Mehr als 96 Prozent aller Athleten könnten dort untergebracht werden. Die durchschnittliche Fahrzeit zu den Wettkampfstätten läge laut Staatskanzlei bei gut 34 Minuten.
Boxen im Bochumer Ruhrstadion
Für einzelne Sportarten wurden die Pläne geändert. Wasserball soll nun in Duisburg ausgetragen werden, die Box-Finals im Bochumer Ruhrstadion. Sämtliche Reit-Wettbewerbe, einschließlich der Para-Dressur, sind in Aachen vorgesehen.
Ob es tatsächlich dazu kommt, entscheidet am Ende das Internationale Olympische Komitee. Bis dahin muss sich NRW zunächst gegen die anderen deutschen Bewerber durchsetzen.
Kampfansage an Söder
Hamburg ist nach dem Nein der Bürger durch Volksentscheid gegen Olympia raus, übrig bleiben die Bewerbungen aus Berlin und München. Die neuen Gigapläne aus NRW wirken deshalb wie eine Kampfansage an die Konkurrenz. Besonders nach Bayern: Dort wirbt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seit Jahren für Olympische Spiele.