Politik

Nach Wirbel um Leihmutterschaft: Jens Spahn mit Baby zurück in Deutschland!

Nach Wirbel um Leihmutterschaft: Jens Spahn mit Baby zurück in Deutschland!
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New York/Berlin – 15.42 Uhr, Flughafen BER: Jens Spahn (46, CDU) ist zurück in Deutschland! Im Arm beziehungsweise an seiner Seite: sein kleiner Sohn Georg, der in den USA von einer Leihmutter geboren wurde. Für das Baby ist es der erste Aufenthalt auf deutschem Boden – für Spahn die Rückkehr nach einer politisch turbulenten Zeit.

Eigentlich hätte United-Airlines-Flug UAL 962 bereits deutlich früher in Berlin landen sollen. Geplant war der Abflug um 17.10 Uhr Ortszeit in Newark und die Landung um 7.15 Uhr am Morgen in Berlin. Doch der Start verzögerte sich massiv. Erst um 2.30 Uhr Ortszeit hob die Maschine schließlich ab. Am Samstag um 15.42 Uhr setzte sie am BER auf.

Die Familie hatte die erste Zeit nach der Geburt in den USA verbracht – zuletzt in den Hamptons an der Ostküste.

Erst Familienglück, dann politischer Sturm

Eigentlich sollte es Mitte Juli eine private Nachricht sein: Spahn und sein Ehemann Daniel Funke (45) sind Eltern geworden. Doch die Nachricht schlug in Deutschland sofort hohe Wellen. Der Grund: Die Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Spahn hatte als CDU-Politiker selbst die restriktive Haltung seiner Partei mitgetragen und verteidigt. Für seinen eigenen Kinderwunsch nutzte das Paar nun einen Weg, der in Teilen der USA legal ist.

Der Vorwurf der Kritiker: Doppelmoral. Aus der Debatte über das private Familienglück wurde innerhalb weniger Tage eine politische Krise. Die Kritik in der Union wuchs – und der Druck auf Spahn wurde immer größer.

Am Ende stand eine politische Konsequenz: Jens Spahn trat als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück. Nach dem Rücktritt, der auch unter dem Druck von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz (70) zustande kam, kehrte für Spahn zunächst Ruhe ein. Mit Daniel Funke zog er sich in die Hamptons zurück. Dort feierte Funke seinen 45. Geburtstag im kleinen Kreis mit seinem Mann und engen Freunden.

Was passiert jetzt mit dem Baby?

Auch rechtlich wirft die Geburt in den USA Fragen auf. Der genetische Vater des Kindes ist Daniel Funke. Wie die rechtliche Situation für Spahn konkret aussieht, ist nicht öffentlich bekannt. Der Bundesgerichtshof hatte 2014 in einem Fall mit zwei deutschen Männern und einer Leihmutter in Kalifornien entschieden, dass eine entsprechende US-Gerichtsentscheidung zugunsten beider Väter anerkannt werden kann. Nicht nur in Kalifornien, auch in anderen US-Staaten wie New Jersey sind sogenannte Pre-Birth-Orders möglich. Damit legt ein Gericht die rechtlichen Eltern schon vor der Geburt fest.

Das Kind wurde in den USA geboren. Dort gilt grundsätzlich das Geburtsortsprinzip – wer auf US-amerikanischem Boden geboren wird, erhält die US-Staatsbürgerschaft. Ein Kind mit mindestens einem deutschen Elternteil bekommt zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit.

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