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Nach der Pleite: 158 Jahre alte Brauerei an Investor verkauft

Nach der Pleite: 158 Jahre alte Brauerei an Investor verkauft
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Uslar (Niedersachsen) – Das ist die wohl schönste Nachricht für Bier-Fans! Nach 158 Jahren Brautradition schien das Ende besiegelt. Die Produktion sollte eingestellt werden, die Zukunft der Brauerei Bergbräu in Uslar war düster. Doch jetzt kommt die überraschende Rettung! Ein Investor steigt ein und sichert der Traditionsbrauerei damit die Zukunft. Es sollen sogar neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Noch im Sommer hatte alles nach einem Abschied ausgesehen. Die Verantwortlichen in Uslar (Niedersachsen) kündigten an, die Produktion Ende September einzustellen. Und das, obwohl Bergbräu-Bier unter anderem bei Edeka und Rewe in den Regalen stand. Der kleinen Brauerei mit 16 Mitarbeitern machten gestiegene Kosten für Rohstoffe, Personal, Verpackungen und Energie zu schaffen. Hinzu kam der harte Preiskampf im Einzelhandel.

So hat sich das Kaufverhalten geändert

Inhaber und Geschäftsführer Andreas Papp erklärte damals gegenüber BILD: „Das Bier muss inzwischen im Einzelhandel über Preis-Aktionen verkauft werden. Und die andere Ware bleibt einfach liegen. Der Kunde kauft über Aktionen und nicht mehr über die Markenverbundenheit.“ Gespräche mit möglichen Investoren blieben zunächst ohne Erfolg. Doch jetzt die Kehrtwende!

Investor ab 1. November

Nach Angaben des Unternehmens konnte ein Investor von der Geschichte, den Produkten und dem Potenzial der Brauerei überzeugt werden. Er steigt als stiller Gesellschafter ein. Damit soll Bergbräu jetzt neu durchstarten. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, eine Perspektive für Bergbräu zu schaffen. Unsere Brauerei steht für eine lange Geschichte, besondere Produkte und eine starke Verbindung zur Region“, heißt es in einer Mitteilung der Brauerei.

Bergbräu sucht sogar wieder Mitarbeiter

Die Rettung bedeutet auch Hoffnung für die Beschäftigten. Ein Teil der Arbeitsplätze konnte nach Angaben des Unternehmens erhalten werden. Bergbräu plant sogar, wieder neue Mitarbeiter einzustellen. Ein Geheimnis bleibt allerdings: Wer der neue Investor ist und wie viel Geld er in Bergbräu steckt, verrät das Unternehmen bislang nicht.

Seit 1868 wird in Uslar Bier gebraut

Die Geschichte des Traditionsbetriebs reicht bis ins Jahr 1868 zurück. Friedrich Wilhelm Haffner legte damals den Grundstein für die Brauerei. 145 Jahre lang blieb sie in Familienbesitz, 2013 wurde sie verkauft. Jetzt beginnt für die 158 Jahre alte Brauerei das nächste Kapitel.

Doch für viele weitere Brauereien sieht es nicht gut aus. Deutschland steckt tief in der Bierkrise. Erst in jüngster Vergangenheit musste die Brauerei Rupp mit dem angeschlossenen Restaurant Felsenkeller in Lauenau im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen Insolvenz anmelden. Und bei der insolventen Brauerei Eichbaum ist erst vor wenigen Wochen nach fast 350 Jahren das letzte Bier gebraut worden. Das Werk schließt für immer. Auch Wolters in Braunschweig braut dort nur noch bis Jahresende Bier. Dann schließt die Brauerei für immer.

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