Politik

Nach CDU-Auftritt in Sachsen-Anhalt: Jetzt nennt Schulze Hallervordens Aussagen „grundfalsch“

Nach CDU-Auftritt in Sachsen-Anhalt: Jetzt nennt Schulze Hallervordens Aussagen „grundfalsch“
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Magdeburg – „Völkermord“ in Gaza, „Kriegsminister“ Pistorius, Kritik an Kanzler Merz: Mit diesen Aussagen sorgte Kabarettist Dieter Hallervorden (90) bei einem gemeinsamen Auftritt mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (47, CDU) für Schlagzeilen. Jetzt meldet sich der CDU-Politiker selbst zu Wort.

In einem anderthalbminütigen Video auf Instagram grenzt sich Schulze jetzt von dem Künstler ab. „Da stand ein Künstler, der Dinge gesagt und gesungen hat, die ich für falsch halte“, sagt der CDU-Politiker. „Manche davon halte ich sogar für grundfalsch.“ Welche Aussagen Schulze genau meint, erklärt er nicht. Trotz der Kritik hält Schulze an der gemeinsamen Veranstaltungsreihe mit Hallervorden fest. Er habe dem Künstler widersprochen, sagt der Ministerpräsident. In welchen Punkten konkret, lässt er offen.

„Hätte ich das verhindern sollen? Absagen, streichen, zensieren, gar nicht stattfinden lassen? Nein“, sagt Schulze. Schließlich habe der Abend unter dem Motto „Kunst braucht Freiheit“ gestanden und nicht unter dem Motto „Kunst braucht Zustimmung“.

Schulze sieht „kein Zeichen gegen Berlin“

Der CDU-Politiker wirbt in seinem Video für einen offenen Umgang mit unterschiedlichen Meinungen. Bürger bräuchten niemanden, „der sie vor Meinungen beschützt“. „Sie können zwei Menschen streiten hören und sich selbst dann eine dritte Meinung bilden“, sagt Schulze.

Zugleich weist er den Eindruck zurück, die Veranstaltung sei ein Signal gegen die CDU-Spitze in Berlin gewesen. „Es ist hier auch kein Zeichen gegen Berlin, kein Kontra gegen meine Partei, so gerne das auch gerade geschrieben wird.“

Vielleicht verpasst