New York City (USA) – Die Polizei in New York untersucht zwei Messerangriffe in Manhattan als mögliche Hassverbrechen. Ein 51 Jahre alter Mann wurde festgenommen, nachdem er nach Angaben der Behörden zwei Männer bei getrennten Angriffen verletzt haben soll. Bei den Opfern soll es sich um einen Mann asiatischer Herkunft und einen jüdischen Mann gehandelt haben. Beide Opfer überlebten, wie die Polizei am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.
Zeugen berichten der Polizei, der Angreifer habe während beider Taten „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen. Nach Angaben von Polizeichefin Jessica Tisch prüfen die Ermittler nun das mögliche Motiv. Zwischen dem Verdächtigen und den beiden Opfern gebe es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung. Die ersten Ermittlungen deuten darauf hin, dass psychische Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Angriffe ereigneten sich nach Polizeiangaben am helllichten Tag und lagen etwa zwei Blocks voneinander entfernt. Beide Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und sollen nach ersten Angaben überleben. Der Verdächtige blieb zunächst in Gewahrsam.
New Yorks Bürgermeister: „Kein Platz in unserer Stadt“
New Yorks Bürgermeister bezeichnete die Angriffe als „erschreckend“ und erklärte, er sei erleichtert, dass sich beide Opfer in stabilem Zustand befänden. „Diese hasserfüllten und verabscheuungswürdigen Angriffe haben keinen Platz in unserer Stadt“, schrieb er in den sozialen Medien.
Nach Angaben der Polizei sind Hassverbrechen in New York in den vergangenen Jahren gestiegen, während die allgemeine Gewaltkriminalität zurückgegangen ist. Polizeichefin Tisch hatte im April erklärt, mehr als die Hälfte der bestätigten Hassverbrechen in der Stadt in diesem Jahr habe sich bis dahin gegen jüdische Menschen gerichtet.