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Melania flehte Trump an: „Um Himmels willen, hör auf zu tanzen!“

Melania flehte Trump an: „Um Himmels willen, hör auf zu tanzen!“
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Florida – Donald Trump (80) bäumt sich auf bei seiner letzten Schlacht: 26 Wahlkampfauftritte absolvierte er in 21 US-Bundesstaaten im Oktober beim Countdown zu den US-Kongress-Zwischenwahlen („Midterms“) am Dienstag. Oft fast mit der Kraft der Verzweiflung. Trump warf MAGA-Mützen in die Menge in Lubbock (Texas), beglückwünschte Öl-Multis zu Rekordprofiten durch den Iran-Krieg in Perry (Florida) und bewertete das Hinterteil von Rap-Star Nicki Minaj (43) in Port Huron (Michigan). Bei einem seiner letzten Wahlkampf-Auftritte in Florida wurde es dann privat. Trump offenbarte einen großen Wunsch von First Lady Melania (56): Er solle unbedingt mit dem Tanzen aufhören!

Es ist die große „Donald-Show“ auf Tour. Trump wirft sich für republikanische Kandidaten in die Bresche, um den Machtverlust seiner Partei im Kongress zu verhindern. Aber auch, um die Errungenschaften seiner Präsidentschaft in Superlativen zu preisen – vor allem, um die Anhängerbasis zu mobilisieren. Und um sich von den Fans umjubeln zu lassen. Oft war es mehr Ego-Trip als effektiver Wahlkampf. Trump behauptet, nach jedem seiner Auftritte gingen die Umfragewerte der jeweiligen Kandidaten durch die Decke. Senator Jon Husted (59) soll zehn Prozent zugelegt haben, behauptete Trump.

BILD vor Ort beim Wahlkampffinale in Florida

Daytona Beach, Florida, Freitagabend Ortszeit. 8000 Anhänger jubeln im Messezentrum Ocean Center, die Stimmung ist ausgelassen, patriotisch – und auch ein wenig nostalgisch. Es ist einer von Trumps letzten Auftritten, nachdem er zwei Termine am Wochenende zunächst überraschend absagte – dann aber wieder auf den Kalender setzte. Ein wahres Termin-Chaos in der Nervenschlacht um die Midterms. Offenbar wollte der Präsident wilde Spekulationen zerstreuen, er habe den Wahlkampf wegen Erschöpfung verkürzen wollen.

Der Enthusiasmus in Daytona ist ungebrochen. Warteschlangen winden sich um den Komplex. Die MAGA-Bewegung, ein Meer von Trump-Kappen, zeigt nochmals Treue. Unter den Klängen von Lee Greenwoods (84) „Trump-Hymne“ God Bless the U.S.A. und frenetischem Jubel betritt er die Bühne. Zuvor läuft ein Video darüber, dass der liebe Gott Trump erschaffen habe, um Amerika zu retten. Trump warnt vor „radikalen, geisteskranken Kommunisten“, die Amerika zerstören wollten. „Wir werden sie stoppen“, ruft er die Menge zum Wählen auf, die Stimme heiser. „Seid nicht bequem, hockt nicht zu Hause, geht raus und wählt!“ Mehrere Protestierer stören die Rede. „Halt die Klappe!“, schnappt Trump einmal. „Was für ein Loser!“ Und: „Jedes Mal bei meiner Punchline“, beklagt er sich.

Es folgen die „größten Hits“ der Trump-Rhetorik: angeblicher Wahlschwindel in Alaska, die linke Demokratin Ilhan Omar (44), wobei er sich über ihr Heimatland Somalia mokiert. Er macht sich über seine Gegner lustig, nicht nur Politiker: „Sagt mal, ist Robert De Niro (83) ein Vollidiot?“ Die Menge grölt und buht. Der Schauspieler ist einer von Trumps lautstärksten Kritikern.

Melania: „Hör auf zu tanzen!“

Doch größtenteils gefällt er sich an diesem Abend als Chef-Komiker mit zahlreichen Pointen. Er erzählt, First Lady Melania (56) habe ihn angefleht: „Um Himmels willen, hör auf zu tanzen!“ Auch lässt er sich erneut über Männerkörper aus, beschreibt etwa das Hinterteil eines Football-Spielers. Bei der Marathonrede blüht Trump aber richtig auf. Doch es klingt streckenweise auch bereits wie ein langer Abschied.

Trump-Anhänger Jeff Mitchels will zumindest realistisch bleiben: „Wir werden die Macht im Repräsentantenhaus wohl verlieren. Aber die Demokraten werden wieder in den Trump-Verfolgungswahn verfallen, jede Woche ein Amtsenthebungsverfahren starten und sich ins Abseits manövrieren“, sagt er. Das werde nirgendwo hinführen. Trumps einmaliger Einsatz solle sich aber bezahlt machen, hofft er. „So ein Midterm-Programm hat noch kein Präsident abgespult.“ Er nehme den Iran-Krieg in Kauf, der nicht ewig dauern werde – und nach 50 Jahren Mullah-Terror nötig sei. Insgesamt bleibt er pragmatisch: „Man bekommt bei keinem Präsidenten alles – aber er hat verhindert, dass die Demokraten mir mit hohen Steuern das Geld wegnehmen …“

Georgina Beluzzo hingegen wird schon etwas nostalgisch angesichts des Anfangs vom Ende der Trump-Ära. Für die Anhängerin ist es gar ein historisches Ereignis. „Deshalb bin ich hier. Ich möchte jede Sekunde auskosten, damit ich meinen Enkeln einmal erzählen kann, dass wir eine Trump-Rally miterlebt haben.“ Jetzt müsse sich die Bewegung darum kümmern, dass andere Verbündete seine Agenda vollenden. Eine letzte Huldigung hat sie noch: „Für mich ist er einfach Superman – er kann alles!“

Jeff Olemesik trägt eine Trump-2028-Kappe. Ihn würde es nicht stören, sollte Trump nochmals antreten. Trotz Verfassungsverbot? „Das ist mir egal!“ Man brauche ihn, um die Korruption zu stoppen – er meint allerdings die im Rest der Welt …

Das letzte frenetische „Midterms“-Wochenende wird von der Bewegung als wuchtiger Moment zelebriert: Trumps letzte Wahlkampfauftritte – zumindest, wenn es noch um seine eigene Macht geht und nicht um seine Nachfolge beim nächsten Präsidentschaftsrennen 2028.

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