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Mallorca: Kellner wollte keine 16 Stunden arbeiten, da stach Wirt mit Messer zu

Mallorca: Kellner wollte keine 16 Stunden arbeiten, da stach Wirt mit Messer zu
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Palma (Spanien) – 14 bis 16 Stunden musste ein Kellner täglich schuften. Das war dem Mann zu viel und er beklagte sich verständlicherweise über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Doch statt einer Lösung kam es zum blutigen Streit: Sein Chef soll ihn in der Nacht zu Dienstag zum Messer angegriffen und ihn schwer verletzt haben. Tatort: ein italienisches Restaurant an der Playa de Palma.

Der Mitarbeiter hatte genug. Er konfrontierte seinen Chef mit den Zuständen in dem Lokal auf Mallorca: 14 bis 16 Stunden am Tag musste er arbeiten. Dazu soll ein herablassender Umgang und Gewalt gegen die Belegschaft gekommen sein, berichtet u.a. die „Mallorca Zeitung“. Der Streit eskalierte.

Chef greift zum Küchenmesser

Während der Auseinandersetzung verschwand der Restaurantbetreiber in der Küche. Als er zurückkam, soll er ein Messer in der Hand gehabt und dann zugestochen haben. Der Mitarbeiter erlitt eine beachtliche Schnittwunde am linken Knie – etwa 15 Zentimeter lang und 3 Zentimeter tief. Kollegen leisteten sofort Erste Hilfe, stoppten die starke Blutung. Rettungskräfte brachten den Verletzten ins Krankenhaus, wo die Wunde mit zehn Klammern geschlossen wurde.

Die Polizei befragte das Opfer und weitere Zeugen. Alle bestätigten die Schilderung des Kellners. Der Täter war zunächst verschwunden, tauchte später aber nervös wieder am Tatort auf.

Die Lüge mit dem Stuhlbein

Den Beamten erzählte der Wirt jedoch eine andere Geschichte: Der Mitarbeiter habe sich an einem Stuhlbein versehentlich selbst verletzt. Die Ermittler überprüften den Metallstuhl. Ergebnis: keine Blutspuren. Zwar war ein Stuhlbein abgebrochen, doch nach Einschätzung der Polizei konnte die Verletzung dadurch nicht entstanden sein. Der Lokalbetreiber wurde wegen des Verdachts auf Körperverletzung festgenommen.

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