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Machtwort von Lindner in der FDP: „Alle müssen sich hinter Kubicki versammeln“

Machtwort von Lindner in der FDP: „Alle müssen sich hinter Kubicki versammeln“
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Kiel – Kurz nach dem turbulenten Parteitag der FDP greift ausgerechnet Ex-Parteichef Christian Lindner (47) in den Konflikt zwischen dem neuen Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki (74) und Kontrahentin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) ein. Bei einer Feierstunde in Kiel trat Lindner als Festredner auf – und nahm Bezug auf den aktuellen Zoff in der Partei – eine Art Machtwort für seinen Nachfolger.

Der Ex-Finanzminister wörtlich: „Weil die Bedeutung einer liberalen Stimme im Parlament so groß ist, sollten sich alle freiheitsliebenden Menschen innerhalb und außerhalb der Partei jetzt hinter Wolfgang Kubicki versammeln.“

Ansage an Gegner von Kubicki

Eine klare Ansage an Strack-Zimmermann und ihre Gefolgsleute, die beim Bundesparteitag überraschend eine Kampfkandidatur gegen Kubicki gefahren hatten. Motto: Jetzt muss Ruhe im Karton sein.

Lindner trommelt für FDP-Comeback

Und Lindner ließ noch eine Kampfansage folgen. Zum Motto der Veranstaltung an der Förde („80 Jahre FDP-Landesverband Schleswig-Holstein“): „Das hier ist keine Traditionsveranstaltung. Dies ist der erste Schritt zum Comeback der FDP.“

Turbulenzen beim Bundesparteitag

Bei und nach der Wahl zum neuen FDP-Bundesvorsitzenden war es zu heftigen Verwerfungen gekommen. Strack-Zimmermanns erzwungene Kampfabstimmung hatte die tiefen Richtungsstreitigkeiten innerhalb der Liberalen offengelegt – gefährlich für eine Partei, die droht, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.

Kubicki setzte sich schließlich mit 59,3 Prozent der Stimmen gegen Strack-Zimmermann durch. Doch statt eines versöhnlichen Neuanfangs eskalierte der Machtkampf anschließend öffentlich weiter: Nachdem Strack-Zimmermann mit Blick auf das Ergebnis erklärt hatte: „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht“, konterte der neue Parteichef in BILD scharf: „Du hast nur 40 Prozent und jetzt weißt du, wo der Hammer hängt.“

Kubicki spricht von Kindheitstraum

Kubicki selbst wurde zum Auftakt seiner Rede in Kiel emotional. Ein Kindheitstraum sei in Erfüllung gegangen, seine Parteifreunde als Bundesvorsitzender begrüßen zu können. Und die Dauer-Fehde mit Strack-Zimmermann? Darüber verlor Kubicki kein Wort.

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