Sport

Luís Figo fordert sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino!

Luís Figo fordert sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino!
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Portugal-Legende Luís Figo (53) wird deutlich. Nach dem Scheitern seiner WM-Privatisierungspläne kämpft Gianni Infantino (56) ums machtpolitische Überleben. Die Luft für den Fifa-Boss wird immer dünner, mehrere Verbände entzogen ihm bereits die Unterstützung für die Präsidenten-Wahl im März 2027. Jetzt positioniert sich ein Ex-Weltfußballer mit deutlichen Worten. Figo fordert Infantino in einem Statement zum Rücktritt auf.

Er schreibt auf X: „Heute schließe ich mich anderen Vertretern aus dem gesamten Fußball an und fordere Gianni Infantino auf, als FIFA-Präsident zurückzutreten. Infantino hat das Amt, das er zu stärken versprochen hatte, herabgewürdigt. Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Sports, dem er eigentlich dienen sollte, persönlich zu bereichern.“

Und weiter: „Er hat die Unterstützung seiner Führungskräfte, seiner engsten Berater, der überwiegenden Mehrheit der Menschen, die ihr Leben diesem Sport widmen, und offenbar sogar des Trägers des FIFA-Friedenspreises verloren. Es ist zu spät, seine Würde zu retten, aber es ist noch nicht zu spät, den Fußball zu retten. Er sollte gehen. Jetzt.“ In einem Gastbeitrag in der „Dailymail“ äußerte er sich ähnlich.

Der Weltfußballer von 2001 arbeitet selbst als Berater für die Uefa, die Infantino scharf kritisiert. Figo wollte sich 2015 als Gegenkandidat des damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter bewerben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters hatte er Infantino unterstützt.

Im März stehen Wahlen an

Der Druck auf Infantino wird von Tag zu Tag größer. Er hatte nach massiven Protesten seine Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Fifa etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzunehmen. Weltweit sorgten die Infantino-Pläne für Entsetzen. Der Fifa-Boss knickte ein. Nun wird über die Zukunft Infantinos diskutiert, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht.

Im kommenden Jahr stehen Wahlen an. Am 18. März 2027 möchte sich Infantino in Rabat auf dem 77. Fifa-Kongress den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Doch der Widerstand wächst. Inmitten der schwersten Krise seiner Amtszeit trifft sich Gianni Infantino mit weiterem Spitzenpersonal des Fußball-Weltverbands heute in Rabat zu einer Notfallsitzung.

Vielleicht verpasst