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Kind (2) in letzter Sekunde gerettet: Von Zug getötete Mutter überquerte Gleise bei Rot

Kind (2) in letzter Sekunde gerettet: Von Zug getötete Mutter überquerte Gleise bei Rot

Leingarten (Baden-Württemberg) – Ihr Kind konnte sie noch retten, sie selbst schaffte es nicht: Nach dem tödlichen Zugunglück am Bahnübergang Leingarten-Mitte geht die Polizei davon aus, dass die Frau bei Rot die Gleise überquert hat.

Der Unfall geschah am Samstagabend westlich von Heilbronn (Baden-Württemberg): Eine Mutter (26) lief auf die Haltestelle zu, schob ihren Kinderwagen über die Gleise. Dabei übersah sie einen heranrasenden Regionalexpress. Im letzten Moment schubste die Frau den Buggy mit ihrer zweijährigen Tochter aus der Gefahrenzone. Dann erfasste sie der 100 Tonnen schwere Zug. Er schleuderte die Frau auf den Bahnsteig. Sie starb noch an der Unglücksstelle.

Gutachter überprüfte Fußgängerampel

Die Polizei überprüfte verschiedene mögliche Ursachen des Zugunglücks. Unter anderem, ob die Signalanlage ausgefallen war. Davon geht sie inzwischen nicht mehr aus. Polizeisprecher Frank Belz zu BILD: „Wir haben mit Hilfe eines Sachverständigen festgestellt, dass sowohl das akustische als auch das optische Signal an dem Übergang intakt waren.“ Eine Schranke oder eine Barriere gibt es an allen anderen Bahnübergängen in Leingarten, jedoch nicht an diesem.

Tochter überlebte unverletzt

Die Polizei will jetzt noch den Zugfahrtenschreiber auswerten, Zeugen befragen und ein Gutachten erstellen lassen. Laut Augenzeugen hatte der Lokführer noch die Notbremse gezogen und einen Warnton ausgelöst. „Im letzten Moment stieß die Frau den Kinderwagen von den Gleisen, dann wurde sie vom Zug erfasst“, sagte ein Polizeisprecher.

Das Mädchen überlebte die Tragödie unverletzt. Auch die 43 Passagiere der Regionalbahn blieben körperlich unversehrt.

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