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„Kein Informationsbedarf“: VW streicht Betriebsversammlung in Dresden

„Kein Informationsbedarf“: VW streicht Betriebsversammlung in Dresden
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Wolfsburg/Dresden – Seit Dienstag reisen Mitglieder des VW-Vorstands von einem Werk zum nächsten. Bei neun Betriebsversammlungen in sieben Tagen wollten sie die Mitarbeiter über die Sparpläne informieren. Der für Dresden geplante Termin in der Gläsernen Manufaktur aber findet überraschend nicht statt.

Heute sollte ein Vorstandsmitglied die 300 Beschäftigten in der sächsischen Landeshauptstadt über die geplanten Maßnahmen informieren. Das hatte der VW-Betriebsrat im Juli mitgeteilt. Offen war, welches Vorstandsmitglied nach Dresden kommen sollte. Jetzt wurde auf eine zusätzliche Betriebsversammlung „verzichtet“, bestätigt ein Sprecher des Betriebsrats. Die Planungen seien nie konkret gewesen. „Es handelt sich also nicht um eine kurzfristige Absage.“

Wichtiges Signal für Mitarbeiter in Dresden

Die Entscheidung sei „im Einvernehmen“ zwischen Vorstand und Arbeitnehmern getroffen worden. Die Gründe seien „letztendlich VW-interner Natur“. Wichtiges Signal für die Mitarbeiter: „Zudem ist der Entfall auch ein Ausweis für den erfreulichen Umstand, dass zumindest in der Gläsernen Manufaktur derzeit kein akuter Informationsbedarf in der Belegschaft besteht“, so der Betriebsrat.

Bereits zum Jahreswechsel wurde die Autoproduktion in der Gläsernen Manufaktur eingestellt, zuletzt lief dort der ID.3 vom Band. Der Standort soll gemeinsam mit der Technischen Universität in einen Innovationscampus für KI, Robotik und Mikroelektronik umgewandelt werden.

Auch positive Signale für zwei weitere Werke

Der angeschlagene VW-Konzern will mit einem knallharten Sparkurs retten, was zu retten ist. Vier Werke (Emden, Hannover, Zwickau und der Audi-Standort Neckarsulm) stehen vor dem Aus. Für Zwickau und Emden gibt es aber Hoffnung. In den Standort im Nordwesten der Republik reiste Konzernchef Oliver Blume (58) am Mittwoch persönlich, überbrachte positive Signale. Hier ist nach BILD-Informationen eine Umstellung auf Rüstungsproduktion denkbar.

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