Politik

Katie Zacharia: „Das Beste kommt noch“ – Treue zu Trump trotz Abgang

Katie Zacharia: „Das Beste kommt noch“ – Treue zu Trump trotz Abgang
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Washington – Nur fünf Tage im Amt, nur eine einzige Pressekonferenz und dann war schon wieder Schluss. Doch jetzt sorgt Donald Trumps (80) kürzeste Pressesprecherin für ein überraschendes Treuebekenntnis.

Katie Zacharia (41), die erst am 12. Oktober zur Sprecherin des Weißen Hauses ernannt worden war und bereits am 16. Oktober wieder ausschied, stellt sich demonstrativ hinter den US-Präsidenten. Und das, obwohl Trump gerade öffentlich über ihren turbulenten Auftritt im Presseraum gesprochen hatte: „Kein Wunder, dass diese arme junge Frau, sie war eine perfekte, wunderschöne Frau, als sie in diesen Presseraum ging und alle anfingen, sie anzuschreien, ist sie ausgerastet“, sagte Trump am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt für republikanische Kandidaten in Florida.

Zacharia selbst klingt allerdings alles andere als sauer auf ihren Ex-Chef. Gegenüber dem US-Portal „Newsweek“ erklärte sie: „Es war eine Ehre, für Präsident Trump zu arbeiten, und niemand wurde von den Medien unerbittlicher angegriffen als er.“ Und sie setzte noch einen drauf: „Das Beste kommt noch.“

Sie lobt Trump trotz Blitz-Abgang

Zacharias kurze Amtszeit hatte nach ihrer ersten Pressekonferenz am 13. Oktober für Wirbel gesorgt. Unter anderem musste sie sich Fragen zu ihrer beruflichen Vergangenheit und ihrer juristischen Ausbildung stellen. Wenige Tage später war ihre Zeit im Weißen Haus bereits vorbei. Damit ist sie die Pressesprecherin mit der kürzesten regulären Amtszeit in der Geschichte des Weißen Hauses.

Trump hatte sie schon zuvor gegen Kritik von Journalisten verteidigt. Zugleich verriet er, dass er selbst Zweifel hatte, ob der Knochenjob tatsächlich das Richtige für sie sei. „Ich habe sie einfach gefragt: ‚Ist das etwas für dich?‘“, sagte Trump. Er habe ihr geraten, den Job noch einmal zu überdenken.

Von verletztem Stolz ist bei Zacharia jetzt allerdings nichts zu hören. Sie schilderte Trump als Präsidenten, der während ihrer gemeinsamen Woche „rund um die Uhr“ gearbeitet habe. Sie lobte seinen Einsatz für die Republikanische Partei und seine „America First“-Agenda.

Ihr Fazit über Trump: „Niemand hat seit mehr als einem Jahrzehnt so sehr die Last für die Republikanische Partei und America First getragen wie er, und das alles, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.“

Ein ungewöhnlich loyaler Abschied nach einem ungewöhnlich kurzen Gastspiel: fünf Tage im Weißen Haus, eine Pressekonferenz, jede Menge Wirbel. Und trotzdem gibt es von Zacharia für Trump zum Abschied keinen Groll, sondern großes Lob.

Vielleicht verpasst