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Karls Erlebnis-Dorf: Über 60 Mitarbeiter tragen Erdbeer-Tattoo

Karls Erlebnis-Dorf: Über 60 Mitarbeiter tragen Erdbeer-Tattoo
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Wernigerode (Sachsen-Anhalt) – So sieht Betriebsklima aus, das unter die Haut geht. Bei Karls Erlebnis-Dorf tragen manche ihre Begeisterung für die Erdbeere nicht nur im Herzen, sondern gleich auf dem Körper. Erst wollte nur Mitarbeiterin Petra Fähland (59) ein Tattoo mit dem Früchtchen tragen. Doch damit blieb sie nicht allein: Insgesamt über 60 Kollegen an acht Standorten in Deutschland machten mit und haben die fruchtige Liebe zum Job verewigt.

Als Petra Fähland (59) vor vier Jahren der Liebe wegen von Braunschweig in den Harz nach Sachsen-Anhalt zog, wollte sie sich zur Erinnerung eigentlich das Wappentier der alten Heimat stechen lassen – einen Löwen. Doch dann fing sie im Frühjahr im neuen Karls-Pop-up-Festival in Wernigerode an und kam auf eine Idee: „Die neue Aufgabe bei Karls war ein Traumjob und das Team großartig. Das brachte mich auf die Idee, mir stattdessen eine Erdbeere auf die Hand stechen zu lassen.“ Das machte auch den anderen Appetit: „Ich fragte herum und zwölf Leute waren in Wernigerode dabei, neun Frauen, drei Männer.“

Der Chef sponserte die Tattoos

Daraufhin erzählte sie Erdbeerhof-Chef Robert Dahl (55) von den Plänen und konnte ihn sogleich als Sponsor der ungewöhnlichen Tattoo-Aktion gewinnen. Alle entwarfen ihr persönliches Erdbeer-Tattoo und Tätowierer Gunnar aus Quedlinburg rückte mit Nadel und Equipment an.

Robert Dahl zu BILD: „Die sympathische Aktion gefällt mir. Ich mag es, wenn Menschen verrückt genug sind, sich eine Erdbeere stechen zu lassen. Ich finde es cool und lustig“, sagt er und betont, dass keinerlei Gruppenzwang dahinterstecke: „Es zeigt ja, dass die Menschen sich hier wohlfühlen und Verbundenheit spüren.“ Seitdem gibt es nicht nur im Verkauf Erdbeeren in jeder Form – echt, als Kuscheltier oder Souvenir – sondern zum Beispiel auch auf dem linken Unterarm von Gordon (24): „Das ist mein erstes Tattoo, ich habe mir das selbst ausgesucht. Die Arbeit hier ist wirklich klasse. Und vor dem Hintergrund fanden es auch meine Freunde gut.“

Neuanfang im Karls-Erlebnisdorf

Unternehmer Dahl hat selbst zwei Erdbeer-Tattoos. Das erste schenkte ihm ein alter Freund vor 15 Jahren, das „Karls“-Logo kam vor etwa fünf Jahren dazu. Mittlerweile ist es schon ein Trend, über 60 Mitarbeiter haben eins. Wie Anja (44) und ihre Kollegin Kathleen (44): „Bevor wir im Frühling hier angefangen haben, waren wir vorher schon privat gern mit der Familie bei ‚Karls‘, wir lieben die Atmosphäre.“ Kathleen war vorher 25 Jahre in der Pflege tätig und stieß beim Jobtag auf das Stellenangebot: „Da war für mich klar: Ich fange hier neu an“, sagt sie und ist selbst nach stressigen Tagen glücklich mit der Entscheidung.

Zusammengeschweißt hat sie die Aktion noch mehr. Auch Tätowierer Gunnar war begeistert, als er mit seinem mobilen Studio in Wernigerode anrückte und auch Jenny (34) eine knallrote Erdbeere auf dem rechten Handrücken „verpasste“. Die Mutter von drei Kindern schwärmt: „Ich liebe das Konzept von Karls und meine Kinder die Raupenbahn. Mit der sind wir im Urlaub schon an so vielen Orten gefahren.“

Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Tätowierer Gunnar wieder anrückt. Denn seine Früchte haben offenbar kein Verfallsdatum.

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