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Kampfansage der IG Metall an die Bosse von Volkswagen: „Der Werkboden an allen Standorten wird brennen“

Kampfansage der IG Metall an die Bosse von Volkswagen: „Der Werkboden an allen Standorten wird brennen“
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Hannover – Knallharte Kampfansage an die VW-Bosse! Die Sparpläne des Vorstands mit Stellenabbau und Werksschließungen verunsichern und verärgern die Belegschaft bundesweit. Bei der achten Betriebsversammlung in Hannover kündigte Niedersachsens IG-Metall-Bezirkschef Thorsten Gröger (57) erbitterten Widerstand an allen Standorten an.

VW-Finanzvorstand Arno Antlitz (56) war im Stammwerk von VW Nutzfahrzeuge, um die Belegschaft über die Sparpläne zu unterrichten – und wurde nach BILD-Informationen mit einem lauten Pfeifkonzert empfangen. Gewerkschaftsmann Gröger schaltete direkt auf Attacke. „Wer die Schlagzeilen liest, könnte glauben, Volkswagen stehe kurz vor dem Untergang“, sagte er Teilnehmern zufolge. Der Vorstand arbeite mit der „Abrissbirne“, um Standorte „für immer von der VW-Landkarte verschwinden“ zu lassen. „Ich bin stinksauer auf einen Vorstand, der uns Kahlschlag als Zukunftsstrategie verkaufen will.“

Gröger erinnerte an die Tarifverhandlungen von 2024, bei denen eine Beschäftigungsgarantie bis 2030 vereinbart worden war – und an das Versprechen des Vorstands, in die Werke und neue Modelle zu investieren. „Ich kann nur warnen: Wenn der Vorstand diese Vereinbarung heute wieder infrage stellen will, dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen – das sage ich euch! Wir werden uns mit aller Macht dagegenstellen“, warnte Gröger. „Wir werden ein schleichendes Ausbluten unserer Standorte nicht zulassen.“

Merz soll sich ein Bild in den Werkshallen machen

Er warf der Konzernspitze einen „perfiden Dreiklang“ vor. Erst würden Produkte aus den Werken abgezogen. Der VW Bulli beispielsweise wird inzwischen in der Türkei statt in Hannover gebaut. Dann werde den Werken vorgeworfen, zu wenig zu produzieren. „Und am Ende soll die Belegschaft dafür bezahlen.“ Diese Abwärtsspirale müsse politisch und unternehmerisch gestoppt werden.

Gröger forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) auf, sich in den VW-Konflikt einzuschalten und sich ein Bild von der Realität in unseren Werkhallen zu machen. „Und den Menschen in die Augen schaut, die jeden Tag dafür arbeiten, dass VW in Deutschland Zukunft hat.“

VW plant einen weltweiten Jobabbau von bis zu 120.000 Stellen. Vier Standorte gelten als gefährdet. „Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen. Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind“, hatte Konzernchef Oliver Blume (58) vor einer Woche bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg gesagt. Das „Leitziel 2030“ wird am Freitag auch Thema im Aufsichtsrat. Im Juli hatte es keine Mehrheit für Blumes Konzept gegeben.

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