Wiener Neustadt (Österreich) – Schuldspruch im Prozess gegen den jungen Österreicher Beran A. Der 21-Jährige hatte einen Terroranschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant. Das Strafmaß: 15 Jahre. Laut der „Kronen“-Zeitung habe der Angeklagte bei Bekanntgabe des Schuldspruches geweint.
Acht Geschworene fällten das Urteil am Donnerstagabend. Zuvor hatten sie über Stunden über die Schuldfrage beraten. Die Anschlagspläne hatte Beran A. im Gericht selbst eingeräumt. Die Geschworenen befanden ihn auch der Bildung einer Terrorzelle für schuldig: Er hatte mit zwei weiteren jungen Islamisten eine Terrorserie in Dubai, Istanbul und Mekka geplant. Ein weiterer Islamist hatte 2024 in Mekka bei einem Messerangriff saudi-arabische Sicherheitskräfte verletzt. Das wurde als Beihilfe zum versuchten Mord gewertet. Dafür kassierte ein 21-jähriger Mitangeklagter 12 Jahre Haft.
2024 warnte die CIA österreichische Behörden vor dem Islamisten. Er suchte im Internet nach Handgranaten und Anleitungen zum Bombenbau. Dazu kündigte er „eine chirurgische Operation“ an. Nach der Festnahme von Beran A. fand die Polizei den vom „Islamischen Staat“ (IS) oft genutzten Sprengstoff TATP in seinem Kühlschrank und einen Kalendereintrag: „Konzert Taylor Freitag“. Sein teuflischer Plan: Möglichst viele Taylor-Swift-Fans zu töten.
Obwohl die Festnahme kurz vor den Konzerten erfolgte, wurden die drei Auftritte des US-Superstars sicherheitshalber abgesagt. Millionen Fans reagierten damals schockiert.
Beran A. über sein Motiv: „Wenn ich als Muslim getötet werde, komme ich ins Paradies.“ Seine menschenverachtenden Chats übers „Abschlachten“ versuchte A. mit dem Einfluss von Cannabis und dem Medikament Lyrica zu erklären – außerdem habe er damals unter dem Einfluss eines Dämons gestanden.