Washington/Teheran – Der Iran rechnet mit einem erneuten Aufflammen des Krieges gegen die USA nach den Midterm-Kongresswahlen (3. November). Und das Mullah-Regime trifft bereits Vorbereitungen, besonders rund um seine Atomanlagen, wie das „Wall Street Journal“ berichtet: Nahe den Atomzentren Pickaxe Mountain und Natanz sollen Verteidigungsanlagen, darunter Erdwälle, errichtet worden sein. Offenbar sollen damit US-Truppen bei möglichen Kommandoaktionen aufgehalten werden.
Die Aktivitäten wurden auf Satellitenaufnahmen entdeckt, die das Institute for Science and International Security auswertete. Auch der Chef der Atom-Aufsicht, Rafael Grossi (65), bestätigte Hinweise auf Aktivitäten rund um Pickaxe Mountain, ohne deren genauen Zweck zu kennen.
Neue Truppen auf dem Weg nach Nahost
Das Mullah-Regime nimmt die Drohungen von Donald Trump (80) offenbar ernst: Der US-Präsident hatte zwar neue Militärschläge vor den Wahlen in drei Wochen ausgeschlossen. Für die Zeit danach ließ er jedoch alle Optionen offen. Und gerade wird die Flugzeugträger-Kampfgruppe rund um die USS Theodore Roosevelt in den Nahen Osten verlegt, ebenso eine weitere Infanterieeinheit der Marine. Rund 10.000 zusätzliche US-Soldaten sollen damit im November einsatzbereit sein.
Teheran plant bei weiteren US-Angriffen laut Mullah-Propaganda eine wesentlich massivere Gegenwehr – darauf werde auch die Zivilbevölkerung vorbereitet, etwa mit Schulungen an Flugabwehrsystemen. Angriffe auf amerikanische Verbündete in der Region könnten ebenfalls heftiger ausfallen. Sogar der Einsatz iranischer Bodentruppen gilt westlichen Beobachtern zufolge inzwischen als denkbar – etwa im benachbarten Irak, aus dem die USA gerade offiziell ihre letzten Soldaten abgezogen haben.
Iran plant massivere Angriffe
Ins Visier iranischer Angriffe könnten vor allem die Ölanlagen Saudi-Arabiens geraten. Die Hauptstadt Riad steht bereits unter Druck durch Attacken jemenitischer Huthi-Terroristen, die dem Iran nahestehen. Bei einem Angriff starben kürzlich 13 Menschen, als ein Geschoss in ein Terminal des Flughafens von Riad einschlug. Saudi-Kronprinz und Blut-Scheich Mohammed bin Salman (41) soll aus Sicherheitsgründen derzeit zwischen schwer bewachten Palastanlagen mit Schutzbunkern pendeln.
Trump hatte den von ihm angeordneten Irankrieg mehrfach als „gewonnen“ bezeichnet. Jetzt deuten zahlreiche Signale auf eine neue Runde der militärischen Konfrontation hin …