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Im bekanntesten See Deutschlands: 568 Milliarden Liter Wasser einfach weg

Im bekanntesten See Deutschlands: 568 Milliarden Liter Wasser einfach weg
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Konstanz – Der Bodensee erlebt ein historisches Niedrigwasser. Auch am Mittwoch liegt der Pegel in Konstanz nur bei 248 Zentimetern. Das sind mehr als einen Meter weniger als der langjährige Mittelwert für Anfang Oktober!

Deutschlands bekanntester See trocknet immer weiter aus. Doch was bedeutet das eigentlich? Die Antwort klingt gewaltig: Dem Bodensee fehlen derzeit grob gerechnet rund 568 Milliarden Liter Wasser. Eine Zahl, die kaum vorstellbar ist.

Deshalb hat BILD mal gerechnet!

Was diese Wassermenge bedeutet

  • Würde man diese fehlende Bodensee-Wassermenge gleichmäßig über ganz Berlin verteilen, stünde die Hauptstadt 64 Zentimeter unter Wasser.
  • Oder anders gerechnet: Für jeden der rund 84 Millionen Einwohner Deutschlands blieben etwa 6700 Liter Wasser übrig (entspricht rund 84 gefüllten Badewannen pro Person).
  • Die fehlende Wassermenge würde ausreichen, um rund 227.000 olympische Schwimmbecken zu füllen.
  • Oder den bayerischen Tegernsee fast achtmal.
  • Würde man die fehlenden Wassermassen auf einem einzigen Fußballplatz sammeln, entstünde dort eine Wassersäule von rund 80 Kilometern Höhe.

Und obwohl 568 Milliarden Liter gigantisch klingen, entspricht die Fehlmenge nur etwa 1,2 Prozent des gesamten Bodensee-Volumens. So riesig ist Deutschlands größter See, den wir uns mit der Schweiz und Österreich teilen.

Wo das Wasser jetzt ist

Das Erstaunliche im Kreislauf des weltweiten Wassers: Verschwunden ist von diesen 568 Milliarden Litern kein einziger Tropfen. Das Wasser befindet sich lediglich woanders im Kreislauf: in Flüssen, Böden, dem Meer oder als Wasserdampf in der Atmosphäre.

Das Problem ist durch die anhaltende Trockenheit und die extreme Sommerhitze verursacht. Aus den Alpen kommt derzeit deutlich weniger Wasser im Bodensee an.

Für die Bodensee-Schiffsbetriebe hat das bereits Folgen. Mehrere Anlegestellen können nicht mehr angefahren werden, der Schiffsverkehr im Untersee wurde sogar bis auf Weiteres eingestellt.

Und Entspannung ist nicht in Sicht. Klimatologen rechnen damit, dass erst ein sehr nasser Herbst und Winter den See wieder deutlich auffüllen könnten.

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