St. Leonhard im Pitztal – Ein Hochlandrind hat eine deutsche Wanderin (29) mit den Hörnern gepackt und durch die Luft geworfen. Die Frau wurde verletzt und konnte nicht mehr aufstehen. Ein Rettungshubschrauber flog sie ins Krankenhaus. Kurios: Der Besitzer der schottischen Rinder zeigte sich jetzt laut „oe24“ überrascht über die Aufregung um das Geschehen auf seiner Alm.
Die Wandergruppe war am vergangenen Donnerstag auf einem Fernwanderweg nach Meran unterwegs. An einer engen Stelle zwischen zwei Wasserläufen versperrte ein Stier der Herde den Weg und schleuderte die Frau durch die Luft. Der Bruder der Verletzten berichtet, die Gruppe habe zuvor respektvollen Abstand zu den Tieren gehalten. Ein Österreicher eilte herbei und trieb die Tiere weg. Bergrettung und Polizei rückten aus.
Der Besitzer der Hochlandrinder berichtet laut „oe24“, von dem gesamten Vorfall nichts mitbekommen zu haben. Auch die Polizei habe sich bisher nicht bei ihm gemeldet. Eine Schuld weist er von sich: Auf der Weide stünden Warnschilder, die auf unbeaufsichtigtes Weidevieh hinweisen. Der Landwirt betonte zudem, dass frei laufendes Weidevieh entlang von Landesstraßen in ganz Tirol üblich sei. Den Fall habe er seiner Haftpflichtversicherung gemeldet.