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Hessen führt als erstes Bundesland KI als Fach in der Schule ein

Hessen führt als erstes Bundesland KI als Fach in der Schule ein
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Wiesbaden/Berlin – Hessen meint es ernst mit der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen! Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung soll ihre Medienkompetenz gestärkt und an den Schulen ein verpflichtender „Medienführerschein“ eingeführt werden. Darüber hinaus führt Hessen als erstes Bundesland das Fach „KI und Digitale Welt“ ein.

Die Stärkung der Medienkompetenz von Schülern ist Teil eines „Bildungschancenpakets“, das die Landesregierung von Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) auf den Weg bringt. Bis 2029 werden dafür 50 Millionen Euro bereitgestellt – für 680 zusätzliche Lehrerstellen.

Beim verpflichtenden „Medienführerschein“ für alle Viertklässler geht es unter anderem um die Vermittlung des sicheren Umgangs mit dem Internet, der Bedeutung persönlicher Daten sowie der Chancen und Risiken digitaler Medien.

Schon ab dem kommenden Schuljahr startet das neue KI-Schulfach für die fünfte Klasse, ein Jahr später auch für die sechste. Eine Schulstunde pro Woche steht auf dem Stundenplan: Medienbildung und der reflektierte Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dazu kommen Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Ab der siebten Klasse und dem Schuljahr 2029/2030 liegt der Schwerpunkt auf Informatik. Kultusminister Armin Schwarz (58, CDU) sagte, die Kapazität der Weiterbildung werde verdoppelt, um zusätzliche Lehrer zu gewinnen.

Mehr Deutsch und Mathe-Unterstützung

Daneben verstärke Hessen den Unterricht in Deutsch und Mathematik, sagte Rhein. „Wer die Grundlagen nicht beherrscht, kann die Chancen der Zukunft nicht nutzen.“ Ab dem übernächsten Schuljahr 2028/2029 werde in der ersten Klassenstufe eine zusätzliche Deutschstunde eingeführt, damit gebe es dort sieben Deutschstunden pro Woche. Dazu werde in der dritten und vierten Klassenstufe eine tägliche Lesezeit von 20 bis 25 Minuten eingeführt.

In Mathematik gebe es künftig in den ersten beiden Klassenstufen „Mitlaufkurse“, ab der fünften und sechsten Klassenstufe „Basiskurse“ zum Aufarbeiten von Lernrückständen. Schulen in schwierigem sozialem Umfeld erhalten im kommenden und im übernächsten Schuljahr jeweils 100 zusätzliche Lehrerstellen. In diesem Jahr fließen in Hessen 6,2 Milliarden Euro in schulische Bildung – fast 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

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