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Hackerangriff trifft Mega-Projekt Fehmarnbelt-Tunnel in der Ostsee

Hackerangriff trifft Mega-Projekt Fehmarnbelt-Tunnel in der Ostsee
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Puttgarden/Rødbyhavn – Dieser Cyberangriff trifft nicht irgendeine Baustelle: Unbekannte haben am Montag die komplette IT des Konsortiums lahmgelegt, das maßgeblich am Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland beteiligt ist. Die Folgen: Elektronische Zugangskarten funktionieren nicht, Mitarbeiter sollen weder Computer noch WLAN benutzen. Mehrere Arbeitsschiffe liegen still, manche Abläufe müssen von Hand erledigt werden.

Betroffen ist das für den Bau des Tunnels verantwortliche Konsortium Femern Link Contractors (FLC). Dem gehören mit Wayss & Freytag Ingenieurbau und Max Bögl auch zwei deutsche Unternehmen an. Die staatliche dänische Projektgesellschaft Femern A/S bestätigte, von FLC über einen Cybervorfall informiert worden zu sein.

Neuer Mega-Tunnel durch die Ostsee

Brisant ist der Angriff vor allem wegen seiner Bedeutung und Dimension: Das 18 Kilometer lange Bauwerk durch die Ostsee soll Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland mit Puttgarden auf Fehmarn (Schleswig-Holstein) verbinden. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird der längste Absenktunnel der Welt. Er erhält eine vierstreifige Straßenverbindung sowie eine zweigleisige Bahnstrecke. Die Fahrt durch den Tunnel soll mit dem Auto zehn Minuten, mit dem Zug sieben Minuten dauern.

Auswirkungen des Hackerangriffs

Das Milliardenprojekt soll den Verkehrsengpass zwischen Skandinavien und Mitteleuropa beseitigen und den Personen- und Güterverkehr beschleunigen. Deutschland ist unmittelbar beteiligt und könnte von möglichen Verzögerungen ebenfalls betroffen sein. Die Verbindung sollte bis 2029 schrittweise eröffnet werden: zuerst für den Straßenverkehr, später für Züge.

Noch ist unklar, wie tief die Hacker in die Systeme eindringen konnten. Es gibt bislang keine bestätigten Angaben dazu, ob Daten gestohlen wurden, ob Lösegeld verlangt wird oder ob Bau- und Sicherheitsunterlagen betroffen sind – und ob der Cyberangriff Auswirkungen auf Kosten oder Zeitplan hat. Ebenso ist derzeit nicht bekannt, wer hinter der Attacke steckt. Ein dänisches Fachmedium spekulierte über russische Hacker. Belege dafür gibt es aber nicht.

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