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Ghislaine Maxwell verweigert Aussage vor US-Abgeordneten

Ghislaine Maxwell verweigert Aussage vor US-Abgeordneten

Ghislaine Maxwell, die verurteilte Komplizin von Jeffrey Epstein, hat sich geweigert, bei einer Untersuchung durch US-Abgeordnete auszusagen. Maxwell hÀtte per Video aus einem GefÀngnis in Texas vor Abgeordneten des ReprÀsentantenhauses sprechen sollen, machte jedoch von ihrem Recht Gebrauch, sich durch eine Aussage nicht selbst zu belasten, wie der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilte. Maxwells Anwalt teilte mit, seine Mandantin sei nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-PrÀsident Donald Trump sie begnadige. 

Comer sagte, Maxwell verweigere die Beantwortung jeglicher Fragen. Das sei sehr enttÀuschend. Die Ausschussmitglieder hÀtten viele Fragen zu den von ihr und Epstein begangenen Verbrechen sowie zu möglichen Mitverschwörern gehabt. 

Maxwell war im Fall Epstein wegen Sexhandels mit MinderjÀhrigen verurteilt worden und sitzt eine 20-jÀhrige Haftstrafe ab. Im US-Kongress lÀuft eine Untersuchung zu dem Missbrauchsfall. Die Abgeordneten wollen dabei nach Personen suchen, die Verbindungen zu Epstein hatten und den Missbrauch zahlreicher Frauen und MÀdchen ermöglicht haben könnten.

Kongress lehnte ImmunitÀtsersuchen ab

Maxwells AnwĂ€lte hatten vorab ImmunitĂ€t im Gegenzug fĂŒr eine Aussage ihrer Mandantin gefordert. Der Kongress wies dies jedoch zurĂŒck. "Unter diesen UmstĂ€nden wĂŒrde das Verfahren keinen anderen Zweck erfĂŒllen als reines politisches Theater", teilten Maxwells AnwĂ€lte daraufhin mit.

Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte Epstein soll mehr als tausend MinderjÀhrige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer MinderjÀhrigen zur Prostitution verurteilt worden. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals nur eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde er erneut festgenommen, unter anderem wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von MinderjÀhrigen. Im August 2019 nahm er sich nach offiziellen Angaben im GefÀngnis das Leben.

Clintons sollen Ende Februar aussagen

Ende Januar hatte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht. Zwar sind keine neuen Strafverfahren in den USA zu erwarten, doch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft stehen wegen Verbindungen zu Epstein in Kritik.

Ende des Monats sollen auch der ehemalige PrÀsident Bill Clinton und seine Frau Hillary Clinton vor dem Kongressausschuss aussagen. Beide Demokraten forderten eine öffentliche Anhörung, um eine Instrumentalisierung durch die Republikaner von US-PrÀsident Trump zu verhindern. Trump hatte wie die Clintons Verbindungen zu Epstein, wurde vom Ausschuss jedoch nicht zur Aussage vorgeladen. Ein Fehlverhalten konnte weder den Clintons noch Trump bisher nachgewiesen werden.

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