Tromsø – Böser Vorfall in Norwegens erster Liga. Das Spiel zwischen Tromsø und Bodø/Glimt (0:2) musste in der ersten Halbzeit lange unterbrochen werden. Der Grund: Ein Teil der Gästetribüne stürzte ein. Zwei Personen verletzten sich, eine musste sogar ins Krankenhaus gebracht werden.
Der Gästebereich in Tromsø besteht aus einer acht Sitzreihen hohen Stahlrohrtribüne, circa 600 Fans finden dort Platz. Offenbar löste sich eine Bodenplatte, so entstand ein Loch. Zwei Fans fielen mehrere Meter in die Tiefe, wie die Polizei dem norwegischen Rundfunk NRK bestätigte. Eine Person wurde ins Krankenhaus gebracht, ist aber bei Bewusstsein.
Tromsøs Geschäftsführer William Frantzen (33) sagte gegenüber TV2: „Was hier geschehen ist, ist zuallererst tragisch. Es handelt sich um einen schwerwiegenden Vorfall, den wir sehr ernst nehmen, und ich fühle mit den Betroffenen. Es ist absolut entsetzlich.“
NRK zitiert einen namentlich nicht genannten Bodø-Fan, der über den Vorfall sprach: „Viele Menschen stürzten nach vorn. Ich sah die Leute umfallen und dann ein Loch. Da begriff ich, was passiert ist. Mein Körper zitterte danach heftig, es war ein schreckliches Erlebnis.“
Tribüne wird nach Einsturz komplett geräumt
Die Tribüne wurde nach dem Teileinsturz komplett geräumt, das Spiel unterbrochen. Sicherheitspersonal des Stadions untersuchte die kaputte Stelle an der Tribüne, die Polizei sperrte den Bereich später ab. Schiedsrichter Ola Nilsen (40) schickte beide Teams in die Umkleidekabinen. Erst knapp 50 Minuten später wurde das Spiel fortgesetzt.
Die Auswärtsfans aus Bodø wurden auf die Haupttribüne verlagert. Und sahen von dort, wie Ola Brynhildsen (27) einen Doppelpack erzielte (45.+1/73.) und den Champions-League-Teilnehmer zum Sieg schoss. Ein zumindest etwas versöhnlicher Abschluss einer wilden Auswärtsfahrt.