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´Fifa-Präsident: Gianni Infantino verliert die Schweiz

´Fifa-Präsident: Gianni Infantino verliert die Schweiz
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Schwerer Schlag für Gianni Infantino (56)! Ausgerechnet sein Heimatland Schweiz zieht die Unterstützung für den Fifa-Präsidenten zurück. Der Schweizerische Fußballverband (SFV) teilte am Mittwoch mit, dass er die erst im Juni ausgesprochene Unterstützung für Infantinos Kandidatur bei der Fifa-Präsidentenwahl 2027 wieder zurücknimmt. Noch vor wenigen Monaten schien Infantino einer vierten und letzten Amtszeit bis 2031 praktisch sicher zu sein. Nun bekommt der mächtige Fußball-Boss immer mehr Gegenwind.

Der SFV begründet den Schritt mit einer „umfassenden Neubewertung der Entwicklungen der vergangenen Monate“. Verbandspräsident Peter Knäbel fordert von der Fifa „höchste Standards in Bezug auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und institutionelle Verantwortung“. Diese Standards sind unter Infantino nicht gegeben. Zwar seien die zuletzt angekündigten Reformschritte der Fifa „ein wichtiges Signal“, doch zentrale Fragen zu Hintergründen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen blieben weiterhin ungeklärt.

Besonders ins Gewicht fällt dabei der umstrittene Fall um US-Nationalspieler Folarin Balogun. Nach Berichten soll Infantino auf Druck von US-Präsident Donald Trump Einfluss genommen haben, damit eine eigentlich fällige Sperre gegen den Angreifer vor einem WM-K.o.-Spiel gegen Belgien nicht vollstreckt wird. Der SFV verweist ausdrücklich auf Zweifel an der Integrität des Wettbewerbs.

Auch der geplante WM-Verkauf spielte eine Rolle

Auch Infantinos geplatzter Plan, Anteile an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, spielte bei der Kehrtwende der Schweizer eine zentrale Rolle. Das Vorhaben war Ende Juli öffentlich geworden und löste weltweit heftige Kritik aus. Wenige Tage später musste die Fifa die Pläne wieder einstampfen.

In seiner Mitteilung macht der Schweizer Verband deutlich: „Glaubwürdigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht sowie der wirksame Einbezug der statutarisch zuständigen Organe“ seien unverzichtbar für das Vertrauen in die Führung des Weltverbands.

Im März kommenden Jahres steht die Wahl des FIFA-Präsidenten an. Die Uefa arbeitet bereits daran, bis zum Meldeschluss am 18. November einen Gegenkandidaten aufzustellen. Anfang kommender Woche beraten die 55 europäischen Verbände in Berlin über das weitere Vorgehen.

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