Sport

FC Bayern: So lief der 250-Millionen-Deal mit Viessmann

FC Bayern: So lief der 250-Millionen-Deal mit Viessmann
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Die Sorgen um Vincent Kompany sind (verständlicherweise) allgegenwärtig. Dabei ging fast unter, dass die Bayern in dieser Woche einen unfassbaren Deal ins Ziel gebracht haben. 250 Millionen Euro kassiert der Rekordmeister von Viessmann für fünf Prozent der Anteile an der FC Bayern AG. Bayern-Präsident Herbert Hainer (72) erklärt die Transaktion gegenüber BILD: „Natürlich war es unsere Aufgabe, ein sehr gutes Ergebnis für den FC Bayern zu erzielen, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und vor allem die langfristige Eigenständigkeit des FC Bayern abzusichern. Es war dabei von Vorteil, dass wir nicht in Not waren und nicht unbedingt verkaufen mussten.“

Hainer: So lief Bayerns 250-Millionen-Deal

Die finale Unterschrift erfolgte am Donnerstag im Pokal- und Konferenzzimmer im zweiten Stock der Geschäftsstelle an der Säbener Straße, wo auch die Bosse ihre Büros haben. Mit am Tisch: Präsident Herbert Hainer, Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Vize-Präsident Prof. Dr. Dieter Mayer sowie Max Viessmann und je ein Rechtsanwalt auf beiden Seiten. Nochmal Hainer: „Viessmann ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das wir schon lange kennen, das unsere Werte teilt und das ideal zu uns passt. Dies gilt insbesondere für Max Viessmann persönlich, der künftig den Aufsichtsrat des FC Bayern verstärken wird.“

Warum geht das Unternehmen, das mit Heiztechnik groß wurde, mit so viel Geld bei den Bayern rein? CEO Max Viessmann: „Unser Familienunternehmen ist breit aufgestellt, mit einem starken industriellen Kerngeschäft und Minderheitsbeteiligungen, bei denen wir uns als langfristiger Partner einbringen. Sport gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung – muss strategisch und finanziell aber ebenso passen wie alles andere auch. Beim FC Bayern überzeugt uns die Verbindung aus sportlichem Erfolg, finanzieller Disziplin und institutioneller Stabilität.“

Für den Rekordmeister bedeutet der Deal, dass die nationale Vormachtstellung weiter ausgebaut wird und man international mit den großteils investorenbetriebenen Klubs Schritt hält. Das legendäre Festgeldkonto der Bayern, das übrigens in Rosenheim liegt, wird also noch besser gefüllt. Der FC Bayern wird das Geld allerdings vielfältig anlegen und damit auch den Cashflow bedienen. Aktuelle Projekte wie das Stadion Unterhaching oder das neue Performance Center werden aber aus Geldern des bereits bestehenden Cashflows bezahlt, nicht von den 250 Millionen Euro.

Vielleicht verpasst