Kriegschroniken

EU verhängt neue Sanktionen gegen Russland

EU verhängt neue Sanktionen gegen Russland

Die EU-Staaten haben sich auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilten. Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurden 32 weitere russische Banken auf die Sanktionsliste gesetzt. Zudem hätten die Botschafter der 27 EU-Staaten Strafmaßnahmen gegen russische Kryptofirmen ⁠und Ölhandelsplattformen beschlossen.

Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist geplant, die automatische Anpassung des sogenannten Ölpreisdeckels für zwölf Monate auszusetzen. Dieser müsste sonst wegen der gestiegenen Weltmarktpreise infolge des Irankriegs und der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus angehoben werden, was mehr Geld für Russland bedeuten würde.

Der Einigung waren wochenlange schwierige Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten vorausgegangen. Mehrere Hauptstädte setzten dabei Abschwächungen oder Zugeständnisse zugunsten heimischer Unternehmen durch. Sie argumentierten unter anderem, die Sanktionen dürften in der EU keine größeren wirtschaftlichen Schäden verursachen als in Russland.

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