Politik

Donald Trump will den Deal mit dem Iran! Bekommt er ihn noch am Sonntag?

Donald Trump will den Deal mit dem Iran! Bekommt er ihn noch am Sonntag?
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Washington/Teheran – Hoch gepokert hat Donald Trump (80) mit dem Iran schon oft – treibt er es jetzt auf die Spitze? Ein Friedensabkommen mit dem Mullah-Regime werde noch am Sonntag unterzeichnet, kündigte der US-Präsident an, die Straße von Hormus werde dann umgehend geöffnet. Passenderweise soll das am heutigen Sonntag an seinem runden Geburtstag passieren, dem 80. Doch Teheran könnte Trump hängen lassen – und ihn vor den Augen der Welt blamieren!

Trumps größtes Problem, in das er sich selbst hineinmanövriert hat: Zeit! Denn seine Gegenspieler im Nahen Osten wissen jetzt genau, dass er den Deal unbedingt heute will. Wie zum Beweis dementierten die iranischen Revolutionsgarden schon die Einigung und kritisierten Trumps „ungewöhnliches Beharren“ auf dem Sonntag.

Iran spielt auf Trumps Zeit-Problem an

Laut CNN schrieb die Truppe des Mullah-Regimes auf Telegram, „sein Beharren könnte von dem Wunsch getrieben sein, den Anlass symbolisch zu nutzen und ihn zu einem persönlichen PR-Ereignis zu machen“. Auf den Straßen Teherans fanden von der Führung gesteuerte Anti-Deal-Demos statt, bei dem Demonstraten ihrem Außenminister den Tod für diesen Deal wünschten. Ein klares Signal.

Wenn Trump den Iran mit der Ankündigung also unter Druck setzen wollte, hat er genau das Gegenteil erreicht. Denn sein Geburtstag mit internationalen Gästen und der am Abend (Ortszeit) vor dem Weißen Haus steigende Käfigkampf der US-Prügel-Liga UFC sind lange nicht seine einzigen Termine.

Macron hält Trump mit Schloss-Trick in Frankreich

Am Montag hat Trump Gipfel-Stress in Europa: Der US-Präsident reist zum G7-Treffen nach Frankreich. In Evian geht es um den Iran-Krieg, aber auch um die zahlreichen anderen Krisen der Welt: Ukraine-Krieg, die lahmende Weltkonjunktur und Nutzung von KI. Und Trump sitzt mindestens bis Mittwoch in Frankreich fest. Damit er nicht wie beim letzten G7-Gipfel vorzeitig abreist, greift der französische Präsident Macron (48) zu einem Trick: Für Mittwochabend hat er den Pomp- und Glamour-Fan Trump ins Schloss Versailles zum fürstlichen Abendessen eingeladen – der hat bereits zugesagt.

Sogar elektronische Unterschrift möglich

Wie wichtig Trump die Einigung am Sonntag ist, zeigt auch folgendes Detail: Das Weiße Haus hat eine elektronische Unterschrift angekündigt, die bei einem virtuellen Treffen mit den Iranern erfolgen soll. Für persönliches Erscheinen fehlt schlicht die Zeit. Auch Vize-Präsident JD Vance (41) scheidet da aus. Er kann die USA wegen Trumps Reise nach Frankreich nicht verlassen, einer von beiden muss immer im Land bleiben. Trump läuft die Zeit davon.

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