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Donald Trump tobt wegen erneuter Pleite beim Nobelpreis

Donald Trump tobt wegen erneuter Pleite beim Nobelpreis
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Washington (USA) - Donald Trump ist sauer! Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat New York verlor der US-Präsident am Freitag die Beherrschung. Der Grund: Schon wieder hat er den Friedensnobelpreis nicht bekommen! Stattdessen ging die Auszeichnung in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin und frühere UN-Menschenrechtskommissarin Navanethem Pillay (85). Für Trump offenbar ein Affront.

Vor seinen Anhängern hielt der Präsident eine regelrechte Wut-Rede. Der Nobelpreis sei durch „radikale Ideologen“ diskreditiert worden, wetterte Trump. Die Entscheidung für Pillay sei „schändlich und blamabel“ und ein „unauslöschlicher Makel für Norwegen“. Über die Südafrikanerin, die unter anderem gegen die Apartheid kämpfte, spottete er als „liberale Person bei den Vereinten Nationen, von der noch nie jemand gehört hat“.

Trumps großes Ziel bleibt unerfüllt

Danach machte Trump schließlich deutlich, worum es ihm wirklich geht: „Ich hätte den Friedensnobelpreis bekommen sollen, habe ihn aber nicht bekommen“, ärgerte sich der Präsident. Seit Jahren beschwert sich Trump öffentlich darüber, bei der prestigeträchtigsten Auszeichnung der Welt übergangen zu werden – zumal sein Vorgänger Barack Obama (65) den Preis 2009 schon nach knapp neun Monaten im Amt erhalten hatte.

Dass er selbst bisher leer ausging, wurmt Trump. Auch diesmal zählte er die zahlreichen Konflikte auf, die er nach eigener Darstellung beendet habe. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass viele dieser Behauptungen umstritten sind. UND: Der Präsident lässt dabei gern unter den Tisch fallen, dass er mit dem Iran-Krieg eine ganze Region destabilisiert hat – mit fatalen Folgen für die Lieferketten weltweit.

Trump kämpft gegen Unbeliebtheit

Hinzu kommt: Trump kämpft mit historisch schlechten Umfragewerten. Laut einer aktuellen Umfrage missbilligen 71 Prozent der Amerikaner sein Vorgehen im Iran. Auch bei der Wirtschaft und den Lebenshaltungskosten ist seine Zustimmung auf neue Tiefstwerte gesunken. Für die im November anstehenden Zwischenwahlen ist das kein gutes Omen. Umso wichtiger scheint dem Präsidenten, die Stimmung noch zu drehen.

Die Folge: Statt Wahlkampf für den republikanischen Gouverneurskandidaten Bruce Blakeman (71, er kandidiert als Gouverneur von New York) zu machen, sprach Trump stundenlang über sich selbst, seine politischen Gegner und seine Nobelpreis-Enttäuschung. Von der Schützenhilfe des Präsidenten dürfte sich Blakeman etwas anderes erwartet haben.

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