Die Frauenfußball-Bundesliga verliert in diesem Sommer etliche Stars. Nachdem schon einige Nationalspielerinnen Deutschland verlassen haben und bei europäischen Top-Klubs angeheuert haben, steht nun die nächste DFB-Kickerin vor einem Wechsel ins Ausland. Und das, obwohl die Bayern lange als neuer Klub galten.
Senß für 200.000 Euro zu Real Madrid
„¡Hala Madrid!“ statt „Mia san mia“ – heißt es nun wohl für Elisa Senß. Die Mittelfeldspielerin von Eintracht Frankfurt hatte vor einigen Wochen eine Ausstiegsklausel in ihrem bis 2027 laufenden Vertrag gezogen. Dadurch kann sie in diesem Sommer für eine Ablöse von rund 200.000 Euro gehen. Die Bayern hatten Interesse an Senß, als Nachfolgerin der abgewanderten Georgia Stanway (Arsenal) und als Ersatz für die lange verletzten Lena Oberdorf und Sarah Zadrazil.
Doch nun sieht alles danach aus, dass die Bayern im Werben um Senß leer ausgehen. Denn wie BILD aus Spanien erfuhr, steht Real Madrid kurz vor der Verpflichtung der deutschen Nationalspielerin. Mit Torhüterin Merle Frohms und Mittelfeldspielerin Sara Däbritz spielen bereits zwei Deutsche für die Königlichen.
Real rüstet für Angriff auf Barca auf
Dieser Wechsel ist eine kleine Senßación. Denn anders als bei den Männern ist Real bei den Frauen noch keine große Nummer. Erst in den vergangenen Jahren begann der Verein damit, in den Frauenfußball zu investieren, möchte jetzt aber in der heimischen Liga den FC Barcelona angreifen. Der Champions-League-Sieger aus Katalonien ist aktuell noch unangefochten. Aber die Madrilenen rüsten auf, holen aller Voraussicht nach auch Stürmerin Lineth Beerensteyn aus Wolfsburg.
Weitere Abgänge aus der Bundesliga ins Ausland
Für die Bundesliga ist der Abgang von Senß ein weiterer Verlust. Vor ihr hatten bereits die DFB-Spielerinnen Selina Cerci (aus Hoffenheim zu Arsenal) und Vivien Endemann (aus Wolfsburg zu Liverpool) ihre Wechsel ins Ausland für diesen Sommer fix gemacht. Leistungsträgerinnen der Nationalmannschaft, wie Ann-Katrin Berger (New York), Jule Brand (Lyon), Rebecca Knaak (Manchester City) oder Sjoeke Nüsken (Chelsea), spielen bereits in internationalen Ligen.