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DNA-Test da: Wal Timmy ist zu 99,91 Prozent tot

DNA-Test da: Wal Timmy ist zu 99,91 Prozent tot
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Göttingen (Niedersachsen) – Es ist der letzte Beweis im Drama um den Buckelwal, der nach einer spektakulären Rettungsaktion tot auf der dänischen Insel Anholt gefunden wurde. Bis jetzt war noch unsicher, ob das verendete Tier auf der Insel wirklich Timmy war. Nun gibt es 99,91-prozentige Sicherheit: Timmy ist tot! Und war ein Mädchen.

Die Daten vom Tracker und auch äußere Merkmale sprachen dafür, dass Timmy tot ist. Doch bis zuletzt glaubten viele Menschen, dass es noch Hoffnung geben könnte. Der Kadaver könnte zu einem anderen Wal gehören, etwa zu einer Schwester von Timmy. Mitglieder der Walinitiative versuchten, Klarheit in den Fall zu bringen. Sie schickten DNA-Proben an ein Labor in China. Einrichtungen in Deutschland wollten den Auftrag nicht übernehmen, hieß es.

Verwirrung und Chaos um DNA-Analyse

Am 22. Juli wollte dann Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies Klarheit bringen, präsentierte die Ergebnisse vor Journalisten, TikTokern und Interessierten. Die Veranstaltung wurde zum Fiasko. Tönnies erklärte, dass die Proben möglicherweise von zwei unterschiedlichen Tierarten stammen könnten. „Ich kann nicht ausschließen, dass Timmy noch lebt, finde das aber total unlogisch“, so die Tierärztin damals.

Sicher schien lediglich: Die DNA-Spuren des vor der dänischen Insel Anholt gefundenen Tieres stammten von einem Buckelwal. Timmy war auf einer Barge aus der Ostsee gebracht worden. Bei der dort entnommenen Vergleichsprobe blieben viele Fragen offen. Die Probe hatte längere Zeit in einer Box auf dem Gang eines Begleitschiffs gelegen. Wie genau sie entnommen wurde und ob sie möglicherweise verunreinigt war, blieb unklar.

Für die Timmy-Fans im Internet war das eine Steilvorlage. Wer bislang nicht an den Tod des Wals glauben wollte, fand in den widersprüchlichen Ergebnissen reichlich Nahrung für neue Spekulationen.

Top-Wissenschaftler wertete DNA aus

Was der Präsentation jedoch vor allem fehlte, war eine fundierte genetische Einordnung der Daten. Genau das hat nun Prof. Dr. Bertram Brenig, renommierter Genetiker der Universität Göttingen in Niedersachsen, im Auftrag von Tönnies nachgeholt. Das Ergebnis soll am 11. September bekannt gegeben werden. BILD kennt es allerdings jetzt schon.

„Die bereitgestellten Datensätze D1 (Probe Timmy aus der Barge, Anm. d. Red.) und T1 (Probe von Anholt, Anm. d. Red.) wurden bioinformatisch auf eine mögliche Identität der Spurengeber untersucht. Nach der Datenreduktion unter Anwendung üblicher Qualitätsstandards konnte eine Übereinstimmung der beiden Datensätze (IBS-Distanz) von 99,91% ermittelt werden“, heißt es in dem vierseitigen Untersuchungsbericht, der BILD vorliegt. Das bedeutet: Timmy ist tot!

Timmy war ein Mädchen

In seinem Bericht betont der Professor, dass er nicht die Proben selbst geprüft hat und keine Aussage zu ihrer Herkunft machen kann. Die Daten des Labors in China seien aber von guter Qualität. Er hat auch weitere Daten ausgewertet, die bestätigen würden, dass Timmy weiblich war – das gilt für beide Proben. Damit sind die letzten Zweifel beseitigt und die traurige Wahrheit steht fest: Timmy hat es nicht geschafft. Sie kann nun hoffentlich in Frieden ruhen.

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