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DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert verpflichtende Betriebsrente

DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert verpflichtende Betriebsrente
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Berlin – Renten-Hammer von DGB-Chefin Yasmin Fahimi (58)! Ihr Radikal-Vorstoß in der festgefahrenen Renten-Debatte sieht vor: Künftig soll jeder Arbeitnehmer in Deutschland zu einer Betriebsrente verpflichtet werden! Fahimi will, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“.

Die zusätzliche Altersvorsorge soll neben der gesetzlichen Rente bestehen und nicht allein von den Arbeitnehmern bezahlt werden. Auch die Arbeitgeber sollen nach den Vorstellungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes tief in die Tasche greifen.

Hintergrund: Nach Angaben Fahimis haben rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland keine betriebliche Altersvorsorge. Besonders betroffen seien Arbeitnehmer in Unternehmen ohne Tarifbindung.

Noch sind viele Fragen offen. Konkrete Vorschläge will Fahimi erst Ende des Monats präsentieren. Auch wer am Ende welchen Anteil zahlen soll, ließ sie offen. Für die DGB-Chefin steht jedoch fest: Die Arbeitgeber müssen ihren Beitrag leisten. Die betriebliche Altersvorsorge dürfe „nicht einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen“.

„Da wird der Aufschrei groß sein“

Eine Pflichtlösung nur für Beschäftigte lehnt Fahimi ab. „Deswegen würde es auch nichts nützen, die Beschäftigten dazu einseitig zu verpflichten und sie in die Arme der Versicherungswirtschaft zu treiben“, sagte sie. Dass der Vorstoß für heftige Diskussionen sorgen dürfte, erwartet die Gewerkschaftschefin bereits. Sie könne sich vorstellen, „dass da der Aufschrei groß sein wird und die Kritik kommt, dass noch mehr Beiträge fällig werden“.

Zur Verteidigung ihres Plans verweist Fahimi auf andere europäische Länder. Dort liege der verpflichtende Rentenbeitrag häufig bei 20 Prozent oder sogar darüber. Oft zahlten Arbeitgeber dabei mehr als die Beschäftigten selbst. „Ganz irrsinnig kann dieser Ansatz also nicht sein“, sagte die DGB-Chefin.

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