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DFB-Fan in Toronto verprügelt: „Ich wurde wegen eines Regenbogen-Fächers angegriffen“

DFB-Fan in Toronto verprügelt: „Ich wurde wegen eines Regenbogen-Fächers angegriffen“
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Diese Bilder machen sprachlos. Deutschland-Fan Alex Alber (33) wurde nach dem 2:1-Sieg der Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste am vergangenen Samstag in einer Diskothek in Toronto (Kanada) brutal verprügelt. Der Grund? Laut Alber ein einfacher Regenbogen-Fächer. Er teilte den Vorfall auf Instagram, zeigt die klaffende Wunde an seiner Schläfe. Der gebürtige Stuttgarter war 8 (!) Stunden in der Notaufnahme, musste mit drei Stichen genäht werden und kassierte obendrein noch eine 5000-Dollar-Rechnung. Als BILD ihn am Montagabend deutscher Zeit erreicht, geht es ihm den Umständen entsprechend gut.

Alber ist aktuell mit dem selbst gegründeten Fanklub „Deutsche Kartoffeln auf die 1“ bei der WM unterwegs und begleitet die Nationalmannschaft bei jedem Spiel. Den Last-Minute-Sieg durch Deniz Undav (29) feierte die Gruppe in einem Klub, ehe die Stimmung komplett kippte.

Regenbogen-Fächer sorgt für Anfeindungen

Was war passiert? Alber und sein Kumpel Dennis tanzen auf einem kleinen Podest. Dennis hat einen Regenbogen-Fächer dabei. Das scheint einer Gruppe Männer (circa Anfang/Mitte 20) gar nicht zu passen. Sie fangen an, die beiden zu beleidigen, und fordern sie auf, den Fächer herzugeben. Einer packt sich sogar das Glas von Alber, schmettert es auf den Boden und attackiert ihn. Der DFB-Fan zu BILD: „Ich wurde wegen eines Regenbogen-Fächers angegriffen. Ich verstehe nicht, wie man in diesem Alter eine homophobe Einstellung haben kann. Ich bin dazwischengegangen, weil ich das nicht stehen lassen wollte.“

Als sich die Situation kurzzeitig beruhigt, verlässt die Gruppe den Klub. Allerdings: Alber hat seine Sachen vergessen, kehrt mit Türstehern zurück, um sie zu suchen. Doch darauf scheinen die Angreifer nur gewartet zu haben. Sie werden erneut handgreiflich, Alber kassiert mehrere Schläge auf den Kopf, fängt sofort an zu bluten. Kritisch: Laut seiner Aussage greifen die Securitys nur bedingt ein, schmeißen die Schläger zwar raus, halten sie aber nicht fest, bis die Polizei eintrifft.

Polizei hilft wohl nur widerwillig

Auch die kanadischen Polizisten sollen sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, berichtet Alber. Nur widerwillig nehmen sie die Aussagen auf. Da es sich bei den Geschädigten um Touristen handelt, stehen die Aussichten auf Erfolg eher schlecht. Der verletzte Deutsche erstattet trotzdem Anzeige. Er hat die vermeintlichen Täter zuvor gefilmt. Danach geht es ins Krankenhaus.

Alber: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Alber will sich von der Attacke nicht unterkriegen lassen. Traurig: Nachdem er den Vorfall auf Instagram geteilt hat, verliert die Fanklub-Seite kurzzeitig sogar Follower. Trotzdem bekommt er auch viel Zuspruch. Der 33-Jährige: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden jetzt erst recht Zeichen setzen. Wer uns den Mund verbieten will, der erreicht genau das Gegenteil. Unsere WM-Tour geht weiter, und wir werden weiterhin gute Stimmung verbreiten.“

Am Donnerstag (22 Uhr MESZ/ARD und Magenta TV) wird er mit seiner Truppe in New York das letzte Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Ecuador verfolgen. „Fußball ist ein Medium, das verbindet. Wir möchten uns mit anderen Fans austauschen und eine gute Zeit haben. Genau dafür sind wir hier“, sagt Alber abschließend zu BILD. Mit der großen Hoffnung, dass die Fußball-Fete dieses Mal friedlich bleibt.

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