Winston-Salem (USA) – Seit Montag bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft im Teamquartier in Winston-Salem auf die bevorstehende Weltmeisterschaft vor. Doch was treiben die DFB-Stars in der für USA-Verhältnisse überschaubaren 250.000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat North Carolina, wenn sie nicht auf dem Trainingsplatz stehen? Die Antwort: Sie spielen viele Brettspiele.
Bei Kai Havertz (26) und Nick Woltemade (24) ist aktuell Ludo besonders angesagt. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt: „Ich spiele“. Ludo gilt als Vorgänger des Spiele-Klassikers „Mensch ärgere Dich nicht“, funktioniert bis auf minimale Abweichungen nach denselben Regeln.
Oft unterscheiden sich die beiden Versionen nur im Detail. „Mensch ärgere Dich nicht“ wird meist mit bis zu vier Spielern gespielt, bei denen man mit einer 6 aus dem Startfeld herauszieht. Bei Ludo gibt es auch Felder für bis zu sechs Spieler. Und es gibt sogar eine digitale Version.
DFB-Stars zocken Uno & Wizard
Havertz und Woltemade zocken Ludo nämlich nicht auf einem Brett mit Spielfiguren, sondern auf dem iPad. Ihre Spielsteine bewegen sie auf dem Touchscreen per Bildschirmberührung. Auf dem knapp zweistündigen Flug von Chicago nach Winston-Salem jedenfalls half Ludo den beiden England-Legionären zur Zeitüberbrückung.
Felix Nmecha (25) und Malick Thiaw (24) duellierten sich parallel im Uno. Ein Klassiker, der auch im Basecamp in Winston-Salem gern gespielt wird.
Großer Beliebtheit erfreut sich vor allem bei den Bayern- und Stuttgart-Stars ein weiteres Kartenspiel: Wizard. Ziel des Spiels ist es, in jeder Runde erst eine Menge an Stichen zu schätzen und dann so auszuspielen, dass man genau diese Anzahl erzielt. Es geht also darum, die Anzahl der eigenen Stichgewinne in jeder Runde exakt vorauszusagen. Wer mit seiner Schätzung richtig liegt, wird mit Punkten belohnt. Wer falsch liegt, bekommt Minuspunkte.
Die Brett- und Kartenspiele sind in diesen Wochen ständige Begleiter der Nationalspieler. Und sie dienen im besten Fall sogar dazu, den Teamgeist zu stärken. Am Sonntag geht es für unsere Nationalelf gegen Curaçao dann um die ersten WM-Punkte.