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Deutscher Schokoladen-Hersteller meldet Insolvenz an

Deutscher Schokoladen-Hersteller meldet Insolvenz an
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Hamburg – Schock für alle Liebhaber von feinen Pralinen und handgeschöpfter Schokolade: Nach fast 100 Jahren steht die Confiserie Paulsen vor einer ungewissen Zukunft. Die Betreibergesellschaft hat Insolvenz beim Amtsgericht Hamburg angemeldet.

Geschäftsführer Kurt Biebl von der Biebl Handelsgesellschaft mbH zu BILD: „Wir werden um die Marke und den Betrieb kämpfen und nach Möglichkeiten suchen, alles zu erhalten. Die Filialen bleiben geöffnet.“

So viele Mitarbeiter sind betroffen

14 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Nach BILD-Informationen wurden sie bereits am vergangenen Freitag über die kritische Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Seit 1928 produziert die Confiserie Paulsen in Hamburg feine Leckereien. 1998 übernahm Kurt Biebl die Schokoladen-Manufaktur von der Gründerfamilie und betreibt seither den Produktionsort sowie mehrere Filialen – darunter in der bekannten Ladenpassage Hanseviertel. Doch dann geriet der traditionsreiche Handwerksbetrieb in eine finanzielle Schieflage.

Wie es zur Insolvenz der Manufaktur kam

Die Gründe für die Insolvenz des Unternehmens sind vielfältig: u. a. hohe Rohstoff- und Energiekosten und die Zurückhaltung der Kunden. „Die Kakao-Preise explodierten, der Handel litt unter dem Kostendruck und die Marge wurde immer geringer. Da musste ich handeln, hatte mich beraten lassen.“ Die Folge: Der Geschäftsführer zog die Handbremse.

Was passiert jetzt mit dem Unternehmen?

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Nils Krause von dem Beratungsunternehmen Ecovis bestellt. Der Rechtsanwalt prüft nach BILD-Informationen jetzt verschiedene Sanierungsoptionen – auch der Verkauf des Unternehmens ist möglich.

Paulsen ist nicht das einzige Opfer steigender Kakao-Preise und schwacher Nachfrage. Ein Pralinen-Hersteller aus Werl (Nordrhein-Westfalen) macht sein Werk dicht. Die DreiMeister Spezialitäten GmbH & Co. KG hatte im Mai Insolvenz angemeldet. Doch es fand sich kein Investor. 101 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze.

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