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Deutscher Online-Sadist soll Horror-Mord an Schule beauftragt haben

Deutscher Online-Sadist soll Horror-Mord an Schule beauftragt haben
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Moskau – Mit einem Messer bewaffnet betrat der damals 15-jährige Timofej K. am Morgen des 16. Dezember 2025 seine Schule in Gorki-2 westlich von Moskau. Wenig später war der Viertklässler Qobiljon A. (10) tot – ermordet mit etwa zehn Stichen. Jetzt bekommt die Horror-Tat eine neue Dimension. Die Spur der Ermittler führte sie direkt nach Deutschland, zum Fall des mutmaßlichen Online-Sadisten Kai M. (19)!

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen vor, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern einer extremistischen Online-Gruppe einen Minderjährigen in Russland dazu gebracht zu haben, „an einer Schule ein Kind mit einem Messer tödlich zu verletzen“. Den Namen des Angreifers nennt die Behörde nicht. Tatort, Tatzeit und Ablauf stimmen jedoch mit der Tat von Timofej K. überein. Auch russische Medien bringen die Erkenntnisse der deutschen Ermittler mit dem Mord an der Schule in Verbindung.

Junge sagt, er sei Tadschike – sein Todesurteil

Nach Recherchen des Extremismus-Netzwerks „GNET“ besuchte K. dieselbe Schule wie sein Opfer. Der Killer soll zunächst nach einem Mathelehrer gesucht haben, den er für seine Probleme in der Schule verantwortlich machte. Dabei begegnete er einer Gruppe jüngerer Kinder und fragte nach deren Herkunft. Als Qobiljon A. sagte, dass er Tadschike sei, verfolgte und tötete K. das Kind. Teile des Angriffs übertrug der Teenager live über seinen Telegram-Kanal.

Manifest zeigt Hass auf Muslime und Juden

Einen Tag vor der Tat hatte K. laut „GNET“ ein elfseitiges Manifest mit dem Titel „Mein Zorn“ in einem Klassenchat verbreitet. Darin äußerte er Hass auf Muslime, Juden und weitere Gruppen. Bei der Tat trug er ein Militär-Outfit mit Nazi-Symbolen. Auf Kleidung und Helm fanden sich Anspielungen auf frühere rechtsextreme Attentäter sowie die Parole „No Lives Matter“. Neben dem Messer hatte er Pfefferspray, eine Pistolenattrappe und einen Gegenstand bei sich, der wie ein selbstgebauter Sprengsatz aussah. Ob dieser funktionsfähig war, ist unklar.

Mit dem Spray setzte K. vor dem Mord einen Wachmann außer Gefecht. Nachdem der Livestream beendet war, verletzte der 15-Jährige zwei weitere Personen, darunter eine Lehrerin, und verbarrikadierte sich mit einer Geisel in einem Klassenraum. Dort nahmen ihn Spezialeinheiten wenig später fest.

Tat der berüchtigten Com-Szene zugeschrieben

Die italienische Extremismus-Forschungsstelle ITSTIME ordnet die Tat der gewaltverherrlichenden Com-Szene zu. Deren Mitglieder verbreiten Gewaltvideos, verherrlichen Täter und drängen vor allem junge Menschen zu realen Straftaten.

Genau diesem Milieu sollen laut Bundesanwaltschaft auch die von Kai M. geführten Online-Gruppen angehört haben. Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, es gebe keinen Hintermann. Der neue Verdacht aus Deutschland könnte diese Bewertung nun grundlegend verändern – wie auch im Fall eines 19-jährigen Brandstifters aus Texas.

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