Politik

Das sind die größten Schwänzer im Bundestag: Wer am häfigsten fehlte

Das sind die größten Schwänzer im Bundestag: Wer am häfigsten fehlte
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Berlin – Wenn im Bundestag abgestimmt wird, bleiben auffallend viele Plätze leer. Die Protokolle der namentlichen Abstimmungen zeigen: Vor allem Politiker der Opposition schwänzen überdurchschnittlich oft. Und das bei Entscheidungen, bei denen es politisch richtig zur Sache geht.

Abgeordnete fehlen wie normale Arbeitnehmer auch wegen Krankheit, Mutterschutz, Dienstreisen oder Terminen im Wahlkreis. Abwesenheit heißt also nicht automatisch Faulheit. Doch manche Zahlen stechen heraus.

Abgeordnete verpasst 90 Prozent

Der fraktionslose Sieghard Knodel (65) verpasste im vergangenen Jahr 90 Prozent der namentlichen Abstimmungen. Das ehemalige AfD-Mitglied sagte nach seinem Parteiaustritt dem SWR, er habe keine Gewissensbisse wegen der vielen Abwesenheiten. Seine Firma habe so viel Steuern an den Staat gezahlt, dass er jetzt auch mal etwas zurückbekommen könne.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) wertete die laufende Legislaturperiode aus. Die AfD-Abgeordnete Angela Rudzka (42) und die Grünen-Abgeordnete Denise Loop (32) versäumten wegen Mutterschutz viele Entscheidungen. Der Linke Gregor Gysi (78) blieb bislang jeder zweiten Abstimmung fern. Er arbeitet nebenbei als Rechtsanwalt und betreibt einen Podcast. Nebentätigkeiten sind erlaubt. ABER: Die Ausübung des Mandats soll eigentlich im Mittelpunkt stehen, vor allem die Bundestags-Sitzungen.

200 Euro Abzug bei Fehlzeit

Union und SPD verschärften die Geschäftsordnung. Hintergrund ist die Kostenpauschale von 5467 Euro monatlich für An- und Abreisen nach Berlin. Wer eine namentliche Abstimmung versäumt, dem werden 200 Euro abgezogen. Schon während der Ampelregierung führten Linke, AfD und Union die Rangliste an. Auch jetzt fehlt die Opposition besonders häufig. An der Spitze: Gerhard Trabert (69). Der Linken-Abgeordnete erlitt mehrere Schlaganfälle und verpasste deshalb zuletzt sämtliche Abstimmungen.

Bas sticht heraus

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) verpasste mehr als jede dritte Abstimmung. Auch Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) fehlte häufig. Philipp Amthor (33, CDU), Staatssekretär im Digitalministerium, und Arbeitsministerin Bärbel Bas (58, SPD) stechen hingegen mit 100-Prozent-Quoten heraus. Zum Vergleich: AfD-Chefin Alice Weidel (47) verpasste fast 30 Prozent, Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner (46) fast 40 Prozent.

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