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CIA-Chef Ratcliffe in Moskau! Experte warnt: „Die Lage ist ernst“

CIA-Chef Ratcliffe in Moskau! Experte warnt: „Die Lage ist ernst“
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Moskau/Washington – Die Moskau-Reise von Donald Trumps (80) oberstem Spion gibt weiter Rätsel auf. Doch für den Sicherheitsexperten Nico Lange (51) steht fest: „Die Lage ist ernst.“

CIA-Direktor John Ratcliffe (60) war am Dienstag in die russische Hauptstadt geflogen. Lange ist überzeugt: „Ratcliffe wollte eine klare Botschaft überbringen, eine Art Gefährderansprache: Wir wissen, was ihr plant – tut es nicht.“

Laut einem Bericht von „Politico“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) soll Ratcliffe russische Regierungsvertreter gewarnt haben, den Konflikt mit den NATO-Verbündeten der USA zu verschärfen, insbesondere mit Estland, Lettland und Litauen. Er habe Russland zudem gedrängt, seine militärische und wirtschaftliche Unterstützung des Iran zu verringern.

Als russischer Gesprächspartner kommt vor allem Sergej Naryschkin (71) infrage, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR. Der Kreml bestätigte nach Ratcliffes Abreise Kontakte zwischen den Geheimdiensten. Präsident Wladimir Putin (73) sei über alles informiert worden.

Es bleiben viele Fragezeichen: Warum schickte Trump den CIA-Chef jetzt auf die Reise? Was ist so wichtig, dass dieser persönlich nach Russland muss? Und wie läuft ein solcher Kurztrip in Krisenzeiten ab? BILD sprach darüber mit Experten.

Was bedeutet die Reise des CIA-Chefs?

Lange sieht in dem Kurztrip eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen in Europa. Er sagt: „Es ging bei dem Treffen wohl um Drohnenangriffe wie zuletzt am Leipziger Flughafen. Außerdem um Zwischenfälle, die Russland künftig mit NATO-Staaten provozieren könnte. Ratcliffe berichtet das Ergebnis des Treffens direkt an US-Präsident Trump.“

Trump spielte die Bedeutung des Treffens am Mittwoch herunter. Der US-Präsident nannte die Reise nach Moskau in einem Interview mit dem Talkradio-Moderator Glenn Beck (62) „halb routinemäßig“.

Wie lange wurde die Reise vorbereitet?

„CIA-Chef Ratcliffe und SWR-Chef Naryschkin haben vereinbart: Solch direkte Treffen kann es notfalls innerhalb von 24 Stunden geben“, so Lange. Für die Organisation des aktuellen Treffens hätten die USA wohl einen Verbindungsmann in der russischen Botschaft in Washington kontaktiert.

Warum flog der CIA-Chef, nicht der US-Außenminister?

Politologe Peter Neumann (51) vom King’s College in London zu BILD: „Es geht wohl nicht um klassische Diplomatie, sondern um hochsensible sicherheitspolitische Botschaften.“ Man setze Geheimdienstchefs ein, wenn vertrauliche Informationen ausgetauscht oder rote Linien kommuniziert werden sollen.

Wie groß war der Tross des CIA-Chefs?

„Ratcliffe reiste mit einem besonders gesicherten C17-Militärtransporter von Riga nach Moskau, hatte mindestens drei SUVs und zehn Mann an seiner Seite“, sagt Lange. Der CIA-Chef habe immer Personenschützer dabei, mutmaßlich sind sie bewaffnet.

Wann gab es eine solche Reise zuletzt?

Der Kurztrip erinnert an die Mission von Ex-CIA-Direktor William Burns (70). Er warnte 2021 im Auftrag von Trump-Vorgänger Joe Biden (83) vor den Folgen eines Angriffs auf die Ukraine.

Neumann sieht noch eine andere Parallele: „Nach den Paketbomben-Angriffen 2024 gab es eine Warnung von CIA-Direktor Burns an Russland. Da hörten die Angriffe sofort auf.“

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