Was ist nur mit dem BVB los? Nach dem 2:2 gegen Werder und dem 0:1 bei Bodø/Glimt kommt die Borussia auch bei Union Berlin nicht über ein 0:0 hinaus. Der nächste Dortmund-Dämpfer! Und als wäre das nicht genug, gibt es auch noch große Sorgen um Griechen-Juwel Konstantinos Karetsas (18).
Der verletzt sich bei einer Aktion im eigenen Strafraum, will sich um Unions Rani Khedira herumdrehen und tut sich dabei am rechten Fuß weh. Der Sommer-Zugang (kam im Sommer für 30 Mio. Euro von Genk) bleibt direkt liegen, hat offenbar große Schmerzen und wird behandelt. Schnell ist klar: Für Karetsas geht es nicht weiter, er muss von Betreuern gestützt das Feld verlassen.
Besonders bitter: Im September brach Karetsas im Champions-League-Spiel gegen Villarreal mit Kreislaufproblemen zusammen. Gegen Union sitzt er zunächst auf der Bank. Trainer Niko Kovac erklärte vor Anpfiff bei „Sky“: „Ich glaube, wir können uns alle an die Situation erinnern, als er im Champions-League-Spiel umgefallen ist. Das ist noch im Hinterkopf, das darf man nicht außer Acht lassen. Er ist noch nicht da, wo er vorher war. Das spielt noch im Hinterstübchen eine kleine Rolle. Aber er wird seinen Weg gehen.“ Jetzt gibt es wieder große Karetsas-Sorgen – nicht einmal 20 Minuten nach seiner Einwechslung.
Und sonst? Versucht Schwarz-Gelb offensiv viel, ist dabei aber über 90 Minuten erschreckend harmlos. Kaum Chancen, kaum Kreativität – logische Konsequenz: eine sportlich langweilige Nullnummer.
Dabei legt der BVB zumindest in Sachen Aggressivität los wie die Feuerwehr. Schon nach 17 Sekunden senst Ethan Nwaneri Gegenspieler Tom Rothe brutal um. Dunkelgelb! Kurios: Auch Schiedsrichter Daniel Schlager scheint noch nicht sicher zu sein, was er gibt. Der Unparteiische zieht die falsche Karte aus der Hosentasche, gibt Nwaneri plötzlich die Rote Karte. Schlager korrigiert seinen Fehler aber schnell und zückt schließlich den gelben Karton. Nwaneri darf also weitermachen. Und der BVB rüpelt weiter, auch Waldemar Anton (7.) und Serhou Guirassy (14.) werden früh verwarnt.
Leider überträgt sich diese Gier nicht auf die Offensiv-Bemühungen der Gäste. Auch weil Union stark verteidigt. Der BVB leidet, die Eisernen feiern nach dem 1:0-Sieg gegen Elversberg vom vergangenen Wochenende den nächsten wichtigen Punkt.