Starinvestor Warren Buffett setzt einem Medienbericht zufolge seine übliche milliardenschwere Spende an die Gates-Stiftung vorerst aus. Er wolle die Ergebnisse einer Untersuchung der Stiftung zu ihren Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein abwarten, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Buffett verschiebe seine Entscheidung über die Spende auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr.
Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates ist wegen seiner Kontakte zu Epstein in die Kritik geraten. Der Chef der Stiftung, Mark Suzman, hatte eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Sommer erwartet werden.
Der 95-jährige Buffett, langjähriger Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, hat der Gates-Stiftung in den vergangenen zwei Jahrzehnten Aktien im Wert von mehr als 47 Milliarden Dollar gespendet. Gates selbst, gegen den nicht ermittelt wird, hat die Kontakte zu Epstein wiederholt bedauert.
Unterdessen hat auch Milliardär Leon Black vor dem US-Kongress über seine jahrelange geschäftliche und private Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ausgesagt.
Epstein habe auch ihn getäuscht, sagte Black im Kontrollausschuss im Repräsentantenhaus, der nach der Veröffentlichung der Ermittlungsakten zahlreiche seiner früheren Freunde und Geschäftspartner befragt. „Ich kannte Jekyll. Hyde kannte ich nicht“, sagte Black mit Verweis auf die gute und die böse Seite einer Person in der Novelle von Robert Louis Stevenson.
Der Investor Black war die 16. Person, die vor dem Kontrollausschuss erschien, nach prominenten Zeugen wie Ex-Präsident Bill Clinton und Microsoft-Mitgründer Bill Gates, die ebenfalls Verbindungen zum gut vernetzten Epstein hatten und so wie Black in den Epstein-Akten auftauchten.