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Britische Politikerin tot: Killer fragte nach Bankkarte, schlug dann mit Hammer zu

Britische Politikerin tot: Killer fragte nach Bankkarte, schlug dann mit Hammer zu
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Devon (England) – Sie lag erschlagen in einer riesigen Blutlache, ihr Kopf zertrümmert. Am 8. Juli wurde Ex-Ministerin und Brexit-Befürworterin Ann Widdecombe (†78) in ihrem Haus am Rande des Dartmoor-Nationalparks in England ermordet. Bei einer Anhörung vor Gericht wurden nun weitere Details der grausamen Tat öffentlich.

Killer attackierte Frau mit einem Hammer

Staatsanwalt Kashif Malik trug bei der Anhörung im Old Bailey, dem Gerichtsgebäude in London, vor, wie sich die Tat abgespielt haben soll. Demnach fuhr der Tatverdächtige Joshua Kerry (28) am 9. Juli mit seinem roten Vauxhall Corsa zum Anwesen von Widdecombe, wo die Politikerin allein lebte. Er streifte schwarze Handschuhe über, schlich durch die Vordertür ins Haus. In der Küche saß Ann Widdecombe, die in ihrem Haus mehrere Kameras installiert hatte, laut Staatsanwalt gerade beim Mittagessen.

Videoaufzeichnungen zeigen, so berichtet „The Independent“, dass Kerry fragte: „Sie haben wohl keine Bankkarten und keinen Ausweis dabei?“ Dann schlug er sofort mit einem Hammer zu, immer wieder, insgesamt 21 Mal! Blutüberströmt sackte Widdecombe zusammen. Kerry soll sie dann vom Stuhl in die Blutlache getreten haben. Er nahm ihre Geldbörse und verschwand. Widdecombe starb auf dem Küchenboden. Der ganze Angriff, das belegen die Aufnahmen, dauerte zwei Minuten.

Gärtner fand die Leiche in der Küche

Die Politikerin hätte an diesem Tag ein TV-Interview geben sollen. Als das Produktionsteam Widdecombe nicht erreichen konnte, kontaktierte es die persönliche Assistentin der Ex-Ministerin. Diese bat den Gärtner, nach der Politikerin zu schauen – was er einen Tag später tat. Warum nicht eher, ist unklar.

Der Gärtner fand das Haus von Widdecombe unverschlossen vor, die Haustür nur durch einen Türstopper blockiert. In der Küche lag die Politikerin mit dem Gesicht in einer riesigen Blutlache. Die Überwachungsvideos führten die Ermittler zu Joshua Kerry. Zwei Tage nach dem Fund der Leiche wurde er im fast fünf Autostunden entfernten Rotherham in South Yorkshire festgenommen. In seiner Mülltonne fand die Polizei einen blutigen Hammer und Handschuhe. Beide mit der DNA von Ann Widdecombe.

Onkel über Tatverdächtigen: „Ein sanfter Riese“

Der Tatverdächtige, der bei der Anhörung anwesend war, hörte emotionslos zu, als die blutigen Details erörtert wurden. Zu den Vorwürfen nahm er keine Stellung. Kerry, der früher bei einer Aufzugsfirma gearbeitet haben soll, lebte laut Medienberichten allein mit seinem Hund in einem Reihenhaus. Sein Vater starb, seine Mutter zog, ebenso wie die beiden Brüder, weg. Sein Onkel beschrieb den Tatverdächtigen als schüchtern, nannte ihn „einen sanften Riesen“. Warum er die grausame Tat beging, ist unklar. Die Polizei schließt weiterhin nicht aus, dass es ein terroristischer Anschlag oder ein politisch motivierter Mord war. Die Ermittler sind bislang mehr als 800 Spuren nachgegangen. Der Leiter der Nationalen Terrorismusbekämpfung, Assistant Commissioner Laurence Taylor, teilte allerdings mit: „Wir suchen derzeit keine weiteren Personen im Zusammenhang mit diesem Vorfall.“

Die nächste Anhörung ist am 9. Oktober geplant, der Beginn des Prozesses wurde vorläufig auf den 8. Juni 2027 festgelegt. Auf Mord steht in Großbritannien lebenslange Haft. In schweren Fällen bleibt der Verurteilte wirklich ein Leben lang hinter Gittern, ohne Chance auf Bewährung.

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