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Briten-Premier Keir Starmer sauer auf Putins Kriegsschiff: Warnschüsse waren „leichtsinnig“

Briten-Premier Keir Starmer sauer auf Putins Kriegsschiff: Warnschüsse waren „leichtsinnig“
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London/Berlin – Jetzt hagelt es Kritik von ganz oben für den Warnschuss-Vorfall im Ärmelkanal! Briten-Premier Keir Starmer (63) hat die Schüsse, die die russische Fregatte „Admiral Grigorovich“ am Dienstag in Richtung einer zivilen Jacht abgegeben hat, als „leichtsinnig“ bezeichnet. Moskau behauptet, die britisch registrierte Jacht „Bright Future“ habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Der Vorfall ereignete sich gegen 11.40 Uhr im Seegebiet zwischen der Isle of Wight und der Normandie. Starmer sagte, der Vorfall sei beim G7-Gipfel im französischen Évian Thema gewesen. „Wir müssen wachsam sein“, fügte er hinzu.

Ehepaar beschreibt Vorfall mit der Admiral Grigorovich

Das pensionierte britische Ehepaar Jane und Alan Kelvey, wegen dessen Jacht die „Admiral Grigorovich“ Warnschüsse abgab, hat die Darstellung Moskaus zu dem Vorfall bestritten. In einem Interview mit BBC Newsnight bezeichneten sie das Erlebnis als „surreal“ und wiesen die russische Behauptung zurück, sie hätten sich dem Kriegsschiff auf gefährliche Weise genähert. Die Segler gaben die Entfernung zu dem russischen Kriegsschiff mit 450 Metern an. Verletzte und Schäden gab es nicht.

Nach Jane Kelveys Darstellung bemerkte das Paar zunächst ein Schiff in der Ferne, das nicht auf ihrem für die Schifffahrt wichtigen automatischen Identifikationssystem angezeigt wurde. Als sie näher kamen, erkannten sie, dass es sich um ein Kriegsschiff handelte.

Weder Leuchtsignale noch Funksprüche

Das Kriegsschiff gab fünf Signaltöne mit dem Horn ab, woraufhin die Kelveys ihren Kurs leicht änderten, um zu zeigen, dass sie das Signal wahrgenommen hatten und bewusst reagierten. Nach weiteren fünf Hornsignalen seien vier oder fünf Schüsse aus Handfeuerwaffen gefallen, die in die Luft abgegeben wurden.

Das Paar betonte nachdrücklich, dass von der Bright Future keinerlei Gefahr für die Fregatte ausgegangen sei und das russische Schiff vor den Schüssen keinen Kontaktversuch unternommen habe. „Sie haben keine Leuchtsignale abgefeuert und auch nicht versucht, uns über Funk zu erreichen“, sagte Jane Kelvey. Die Jacht sei „definitiv nicht auf Kollisionskurs“ gewesen. Ihr Mann ergänzte schlicht: „Wir wären an ihnen vorbeigefahren.“ Aus ihrer Sicht sei „es überhaupt kein Vorfall gewesen, bis die Schüsse fielen“.

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