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BILD-Reporter über Drohnenabwehr: Die Sicherheitsbehörden sind dieser Gefahr nicht gewachsen

BILD-Reporter über Drohnenabwehr: Die Sicherheitsbehörden sind dieser Gefahr nicht gewachsen
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Leipzig – Sie sind verhältnismäßig klein, sorgen aber trotzdem dafür, dass unsere Sicherheitsbehörden an ihre Grenzen kommen. Seit Ende 2024 recherchiere ich zu Drohnen-Vorfällen in ganz Deutschland. Der Vorfall in der Nacht am Flughafen Leipzig/Halle zeigt einmal mehr: Die deutschen Sicherheitsbehörden sind dieser Gefahr nicht gewachsen.

Alles fing bei der Innenministerkonferenz an, als Niedersachsens Innenministerin, Daniela Behrens (58, SPD) beim Kamingespräch im Dezember 2024 die Drohnen-Thematik auf die Tagesordnung packte. Ein Ermittler sagte mir damals: „Wir wissen nicht, was da oben in der Luft ist, aber wir wissen, dass da etwas in der Luft ist.“

Drei Monate vorher gab das Bundesinnenministerium dem Bundeskriminalamt (BKA) den Auftrag, ein Lagebild „Tatmittel Drohne“ zu erstellen. Für die Ermittler war schnell klar: Auch wenn es keine konkreten Hinweise für eine staatliche Steuerung durch andere Mächte gibt, halten so gut wie alle Russland für den Drahtzieher. Ein bekanntes Mittel: Sogenannte Low-Level-Agents, die für wenige Hundert Euro den Auftrag bekommen, über ausgewählte Gebiete zu fliegen.

Es häuften sich Drohnenflüge über kritischer Infrastruktur – darunter u.a. Bundeswehrstandorte, an denen ukrainische Soldaten an Waffensystemen ausgebildet worden sind, LNG-Terminals oder Rüstungsunternehmen, die Munition für den Ukraine-Krieg liefern. Teilweise spielte die Bundeswehr die Vorfälle herunter: Alles unter Kontrolle! Doch aus den Berichten geht hervor: In den meisten Fällen konnten Drohnen-Abwehrsysteme nichts gegen die Gefahr aus der Luft ausrichten.

Auch im aktuellen Fall in Leipzig. Es ist ein Busfahrer gewesen, der die Bomben-Drohne zum Boden brachte, keine Drohnenabwehr. Die Drohnenabwehr des Flughafens detektierte lediglich die zweite Drohne, die danach wohl mit einem anderen Frachtflieger kollidierte.

Öffentlichkeitswirksam wurden Drohnenabwehrzentren beim Bund und in Bayern eingerichtet. Experten warnten: Diese könnten lediglich dem Informationsaustausch dienen – MEHR NICHT! Militärisch genutzte Drohnen zu orten und zu Boden zu bringen, sei so gut wie unmöglich. Hintergrund: Sie sind teilweise auf Frequenzen unterwegs, die für die Abwehrsysteme gar nicht festzustellen sind. Der Öffentlichkeit wurde Sand in die Augen gestreut, ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, das es nicht gibt.

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